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Neuer Bürgermeister : Mit Wolfgang Steffen endet eine Ära

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach fast 30 Jahren im Amt legt Wolfgang Steffen das Amt des Bürgermeisters nieder / Nachfolger ist Horst Mattig

shz.de von
erstellt am 08.Jul.2017 | 07:45 Uhr

Dänischenhagen | „Ich habe mich hier immer wohlgefühlt“, sagt ein sichtlich bewegter Bürgermeister Wolfgang Steffen (CDU) am Ende seiner letzten Gemeindevertretersitzung. Kurz zuvor hatte er sein Amt nach fast 30 Jahren offiziell niedergelegt. Mit seinem Nachfolger Horst Mattig (SPD), der 11 von 17 Stimmen auf sich vereinen konnte, pflegte er eine kommunalpolitische Rivalität. „Wir waren nicht immer einer Meinung, wir haben uns auch mal gestritten, aber wir beide haben uns immer respektiert“, sagte Mattig, der seit gestern Bürgermeister ist. Man habe stets gemerkt, dass Steffen die Arbeit viel Spaß bereitet habe, so Mattig, der die gute Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen hervorhob. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die meisten Entscheidungen bei uns einstimmig gefällt wurden“. Steffen stimmte ihm zu. „Am Ende haben wir uns immer geeinigt“.

Warme Worte fand der 76-Jährige für seine Amtsverwaltung. „Ich habe mich durch euch immer gut beraten gefühlt“. Nie sei ein Mitarbeiter mürrisch gewesen. Er versprach, sich noch angemessen von der Amtsverwaltung zu verabschieden. Darauf wird vor allem Amtsvorsteher Sönke-Peter Paulsen zurückkommen. Dieser ergriff noch vor dem Ende der Sitzung das Wort. „Ich möchte dich nicht so gehen lassen“, erklärte er. Von der Verwaltung erhielt der Bürgermeister ein Dankeschön für die jahrelange Zusammenarbeit. Auch die Freiwillige Feuerwehr übergab dem Ehrenmitglied der Feuerwehr und ehemaligen Wehrführer ein Geschenk. Ein Zielstrahlrohr mit Widmung darf Steffen nun sein Eigen nennen. Was viele vergessen ist, dass Wolfgang Steffen seine Karriere bei der Freiwilligen Feuerwehr begann. In diese trat er 1960 ein. Später war er 15 Jahre lang Wehrführer. Erst danach führte sein Weg ihn in die Politik, die er ebenso prägte.

Seine letzte Gemeindevertretersitzung leitete Steffen wie gewohnt. Nur bei einem Punkt musste er den Raum verlassen. Die Fraktionen berieten darüber, ob man den 76-Jährigen zum Ehrenbürger ernennen wollte. Auf Antrag der WIR-Fraktion wird die Verwaltung damit beauftragt, eine Satzung für die Ernennung eines Ehrenbürgers auszuarbeiten. Dies soll bis zur nächsten Gemeindevertretersitzung geschehen. Auf dieser soll Steffen die Ehre dann auch offiziell angetragen werden. Der Antrag Wolfgang Steffen auf der nächsten Sitzung zum Ehrenbürger zu machen, wurde einstimmig angenommen.

Gesprochen wurde auch über die Erhebung einer Gebühr für den Winterdienst. Diese solle 62 Cent pro Meter Straßenfront betragen und jährlich erhoben werden. Sowohl die SPD als auch die WIR Fraktion hatten bedenken. Man würde mit dieser Satzung Bürger ungleich behandeln, da die Satzung Bürger aus Außengebieten nicht einschließe. Deshalb wurde der Antrag mit sechs Fürstimmen, acht Gegenstimmen und drei Enthaltungen abgelehnt. Auch der Versicherungsschutz der Gemeinde wurde besprochen. Dieser sei in den Augen der Vertreter nicht ausreichend. Es wurde einstimmig beschlossen, einen Spezialisten einzuladen, der mit den Vertretern über Alternativen sprechen wird. Auch der Anbau an das Sportheim soll ermöglicht werden, allerdings mit Auflagen. So wird der B-Plan erst zugunsten des Anbaus geändert, wenn mit dem MTV ein Vertrag aufgesetzt wurde, der das Finanzielle regelt. Auch diese Entscheidung war einstimmig. Die Sanitärräume der Grundschule sollen ebenfalls saniert werden. Dabei stellt die Gemeinde 41000 Euro zur Verfügung, wenn 50 Prozent der Maßnahmen gefördert werden. Sollte es zu keiner Förderung kommen, wird man eine Prioritätenliste ausarbeiten und diese abarbeiten.



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