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Stubbe an der Lindaunisbrücke : Mit Video: Gülletransporter kracht in Wohnhaus

vom

20.000 Liter Gülle sind ausgeflossen. Das Gebäude muss vom THW gesichert werden.

Rieseby | Es war kurz nach 13 Uhr, als der Fahrer eines mit 25.000 Litern beladenen Gülletransporters in einer scharfen Linkskurve bei Lindaunis (Kreis Rendsburg-Eckernförde) an der Bahnstrecke zwischen Eckernförde und Süderbrarup die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Der Transporter kippte nach rechts in die Flanke eines Doppelhauses hinein, an der er noch ein Stück entlangrutschte, bis er endlich zum Liegen kam. Dabei riss das Fahrzeug ein großes Loch in die Hauswand; 20.000 Liter Gülle liefen aus.

In dem Doppelhaus befanden zum Zeitpunkt des Unfalls zwei Männer. In der rechten, stärker betroffenen Hälfte wohnte eigentlich eine Frau mit ihren beiden Söhnen, von denen aber nur der 19-Jährige zuhause war, als das Unglück geschah. Er hatte sich im ersten Stock schlafen gelegt; nur eine dreiviertel Stunde vorher hatte er noch das Bad besucht, in dessen Wand der Transporter das Loch riss. Er blieb unverletzt. In der linken Haushälfte lag der Hauseigentümer im Mittagsschlaf. Der 50-Jährige blieb ebenfalls unverletzt.

<p>Der Gülletransporter streifte das Wohnhaus und riss dabei ein Loch in die Wand.</p>

Der Gülletransporter streifte das Wohnhaus und riss dabei ein Loch in die Wand.

Foto: Daniel Friederichs

Dem Fahrer (54) gelang es, aus dem völlig demolierten Führerhaus auszusteigen. Er erlitt einen Schock und wurde in das Krankenhaus Eckernförde gebracht.

Die Feuerwehr und der Löschzug Gefahrgut rückten aus. Sie mussten die restlichen 5000 Liter aus dem verunfallten Fahrzeug abpumpen. Doch zunächst galt es jene Gülle, die bereits in die Riesebyer Au gelangt war, am Weiterfließen zu hindern; Dies gelang nach ersten Angaben. Die Au mündet in die Schlei.

<p>Die Gülle floss in der Nachbarschaft in eine Au, die in die Schlei mündet.</p>

Die Gülle floss in der Nachbarschaft in eine Au, die in die Schlei mündet.

Foto: Daniel Friederichs
 

Derweil war das ebenfalls herbeigerufene THW damit beschäftigt, das stark beschädigte Gebäude zu sichern. Unter anderem musste die Decke abgestützt werden. Erst nach diesen Arbeiten konnte mit der Bergung des Lkw begonnen werden. Ob das Haus abgerissen werden muss, war unklar.

Am Abend hatten die Einsatzkräfte das Fahrzeug wieder aufgerichtet. Die Feuerwehr kümmerte sich darum, die ausgelaufene Gülle zu beseitigen. Zu möglichen Umweltschäden konnte ein Polizeisprecher zunächst nichts sagen.

Die Strecke zwischen Rieseby und Lindaunis war für Stunden gesperrt. Die Unfallursache war laut Polizei noch ungeklärt.

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erstellt am 12.Feb.2017 | 18:40 Uhr

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