Mit Theodor Storms Versen zu mehr Selbstbewusstsein

Je sechs  Schüler der Grundschule Barkelsby und der Eckernförder 'Schule am Noor, Schwerpunkt geistige Entwicklung'  präsentieren als Storm-Tänzer Gedichte und Verse. Foto: dis
Je sechs Schüler der Grundschule Barkelsby und der Eckernförder "Schule am Noor, Schwerpunkt geistige Entwicklung" präsentieren als Storm-Tänzer Gedichte und Verse. Foto: dis

Avatar_shz von
22. Juni 2011, 03:59 Uhr

Loose | Den Frühling und Sommer zauberten gestern zwölf Schüler bei ihrer Generalprobe auf die Bühne in der Bürgerbegegnungsstätte (BBS). Als "Storm-Tänzer" hatten sie rund 20 Gedichte und Verse von Theodor Storm rund um die beiden Jahreszeiten in eine Geschichte verpackt präsentiert. Es ist das Ergebnis eines Kooperationsprojektes der Grundschule Barkelsby und der Eckernförder "Schule am Noor" mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Morgen werden je sechs Kinder beider Schulen ab 19 Uhr in der Looser BBS die offizielle Aufführung geben. Zu der rund 45-minütigen Vorstellung sind alle willkommen.

Die Generalprobe löste bei den zuschauenden Schülern der beiden Schulen, die gestern Vormittag mit Bussen nach Loose gefahren wurden, Begeisterung aus. Und auch die Schulleiter Ulla Engel und Klaus Düllmann waren angetan von dem, was sie sahen. Selbstsicher und -bewusst standen die jungen Darsteller auf der Bühne, die ihnen die Looser Laientheatergruppe "De Snutensnackers" und die Gemeinde Loose zur Verfügung gestellt hatten. Einzelnd, in Gruppen oder alle zusammen trugen sie die Stormschen Verse zu leiser Musikbegleitung vor. "Nelken", "Neuer Frühling", "Mein schönes Wunderland" oder "Lass mich zu Deinen Füßen liegen" waren einige Stücke, die sie sicher und stolz vortrugen. Selber sommerlich schick gemacht und mit Blumen in der Hand rührte ihr Schauspiel.

"Es ist gut, dass wir das Theaterprojekt angefangen haben", sagte Barkelsbys Schulleiter Düllmann. Die Kinder seien zusammengewachsen und wie selbstverständlich ein Team geworden, sagte er. Und auch Ulla Engel war froh, dass beide Schulen mit eigenen Mitteln das Inklusionsprojekt angefangen hatten. Irgendwie werde man schon Wege finden, um das Theaterprojekt fortzusetzen, sagte sie. Nach gemeinsamen Ausflügen und einer Feier sei dies das erste große Inklusionsprojekt gewesen.

Ursprünglich hatten die Schulen auf eine Förderung aus dem Bildungsministerium gehofft, doch sie bekamen keinen Zuschlag, berichtete Engel. Birgit Dahlke-Siebelist und Birgit Peters (aus der Betreuten Grundschule Barkelsby) und Birgit Koschwitz von der Eckernförder Schule übten unter Federführung der Theaterpädagogin Diana Gaede mit den Kindern. Seit einem halben Jahr hatten sie 90 Minuten jede Woche nachmittags in der Eckernförder Schule geprobt und waren begeistert von der Entwicklung der Schüler.

Wie beim großen Theater gab es nach der Aufführung Rosen für jeden, die Gaede verteilte. "Ich bin sehr zufrieden", sagte sie voller Stolz auf die Kinder.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen