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Mofa-Rennen : Mit sportlichem Ehrgeiz über den Acker

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zahlreiche Zuschauer beim 12. Lindauer Mofa-Rennen / Heiße Temperaturen stellen besondere Herausforderung für Fahrer dar

Wenn der Acker neben dem Sanderweg wieder zur Rennstrecke wird und sich Fahrer aus ganz Deutschland und England versammeln, ist es wieder Zeit für das Mofa-Rennen, das sich seit zwölf Jahren bei Teilnehmern und Zuschauern großer Beliebtheit erfreut. Auf dem Heinhof im Ortsteil Revensdorf fuhren am Sonnabend 29 Teams um die Wette, um sich einen der begehrten Pokale zu sichern. Ursprünglich hatte die „MFG Geiler Keiler“ die Veranstaltung ins Leben gerufen, doch in diesem Jahr übernahm Clubmitglied Rüdiger Hein (51) kurzerhand die Organisation selbst. Schon seit seiner Kindheit in Revensdorf spielen Mofas eine wichtige Rolle in seinem Leben. Unterstützt wurde er von seinem Bruder Michael Hein (54), der sich um die Technik und Musik kümmerte.

Gefahren wurde in insgesamt vier Klassen. Neben Mofas waren auch Mokicks zugelassen. Pro Team durften bis zu drei Personen im Wechsel drei Stunden und drei Runden lang die kurvige Strecke absolvieren und auf diese Weise möglichst viele Runden sammeln. „Die Strecke ist auch für erfahrene Motocross-Fahrer eine echte Herausforderung“, so Rüdiger Hein. Erschwert wurde das Rennen zusätzlich durch die hohen Temperaturen. „Ich bewundere den Ehrgeiz der jungen Leute“, so Anke Dermitzel (74) aus Fockbek.
Trotz der erschwerten Bedingungen gab es lediglich kleinere Unfälle und das DRK, das mit einem Einsatzwagen vor Ort war, hatte nur wenig zu tun.

In diesem Jahr hatten sich sogar Fabelwesen auf die Rennstrecke verirrt. Die „Graskrank Crew“ aus Eckernförde, die zum ersten Mal an dem Wettbewerb teilnahm, sorgte mit ihrem Plüscheinhorn für einen echten Hingucker. „Die Freundinnen unserer Fahrer haben sich das ausgedacht“, erklärte Hermann Frese, der im Wechsel mit Jannik Schmidberger und Ole Petersen über den Acker jagte. Die drei Achtzehnjährigen hatten ihr Mofa, eine Yamaha DT 50 R, gemeinsam angeschafft und rund ein Jahr daran herumgeschraubt. Bei ihrem Debüt klappte jedoch nicht alles wie geplant– der Ganghebel hatte sich auf der holprigen Strecke gelöst und musste im Lager provisorisch repariert werden. Deshalb verpassten die Eckernförder einige Runden. „Das ist aber nicht so schlimm. Nicht die Platzierung, sondern der Spaß steht für uns ganz klar im Vordergrund“, sagte Hermann Frese.

Mit anderen Erwartungen waren die Teams „Koppelputzer 1 und 2“ aus Revensdorf gestartet. „Meine beiden Söhne Marco und Florian konnten das Rennen schon mehrmals für sich entscheiden“, berichtete Sigried Taschner aus Revensdorf. In ihrer Familie hat die Teilnahme eine lange Tradition, die Generationen miteinander verbindet. Neben den Söhnen Marco Taschner (38) und Florian Taschner (37) nehmen seit sieben Jahren auch Ehemann Wolfgang Taschner (59) und Schwager Volker Taschner (51) an dem Rennspektakel teil. Gefahren wird seitdem mit Zündapp-Mofas, die jährlich den aktuellen Anforderungen angepasst werden. Sigried Taschner und ihre Schwägerin Carmen Taschner begleiten die Männer jedes Jahr zu dem Rennen und kümmern sich um die Verpflegung im eigenen Pavillon. „Kurze Entspannungsphasen sind für die Fahrer sehr wichtig“, wissen die beiden Frauen. Aber auch Streckenkenntnisse seien von Vorteil. „Deshalb sind unsere Teams schon seit 11 Uhr hier und haben am Probetraining teilgenommen“, verriet Sigfried Taschner.

Im Anschluss an die Siegerehrung gab es ein Lagerfeuer, an dem die Teilnehmer und Gäste den ereignisreichen Tag ausklingen lassen konnten. Veranstalter Rüdiger Hein bedankte sich bei den zahlreichen Helfern, die ihn bei der Planung und Durchführung der Veranstaltung unterstützt haben. „Ohne ihre Hilfe wäre das Rennen nicht zustande gekommen“, betonte er.

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