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Eckernförder Zeitung

17. Dezember 2017 | 09:54 Uhr

Jahreswechsel : Mit Sicherheit ins neue Jahr

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Anordnung des Amtes Schlei-Ostsee sieht Mindestabstand für Feuerwerk von 200 Metern zu Reetdachgebäuden vor

von
erstellt am 31.Dez.2016 | 06:41 Uhr

Thumby | Zum typischen Jahreswechsel gehören für viele Bürger Feuerwerk, Böller und Silvesterraketen einfach dazu. Abgesehen von den Gefahren, die von unsachgemäßem Abfeuern des Feuerwerks ausgehen können, passen Silvesterraketen und Reet- und Strohdächer nicht zusammen. So weist die Amtsverwaltung Schlei-Ostsee, wie in den Vorjahren, auf eine Anordnung hin. Danach besteht grundsätzlich ein Abbrennverbot von Feuerwerkskörpern der Klasse 2 in einem Abstand von unter 200 Metern zu Gebäuden mit Reet- und Strohdächern. Darauf weist Ordnungsamtsleiter René Kinza hin.

Darüber hinaus weist Ulrich Erichsen, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Sieseby darauf hin, dass in einigen Ortsteilen jegliches Abbrennen von Feuerwerk aufgrund der hohen Dichte an reetgedeckten Häusern verboten ist. So gilt in den Thumbyer Ortsteilen Sieseby und Börentwedt dieses absolute Abbrennverbot. „In der Praxis ist das auch ein Abbrennverbot in anderen Ortskernen mit vielen Reetdachhäusern“, erklärt Kinza.

„Reet- und Strohdachgebäude gelten als besonders brandgefährdet, daher ist die Anordnung erforderlich, um Brandgefahren durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern aus Anlass des Jahreswechsels vorzubeugen“, heißt es in der Verordnung. Zum Kleinfeuerwerk zählen unter anderem Raketen, Knallkörper, Feuertöpfe, Feuerwerksbomben, Feuerwerksröhren, Handröhren und Schwärmer. Ergänzend weist Ordnungsamtsleiter Kinza auf das Verbot zum steigen lassen sogenannter Himmelslaternen, Himmelsfackeln, Skyballons, Skylaternen oder Wunschlaternen (Mini-Heißluftballons) hin. Dabei handelt es sich nicht um Feuerwerk im klassischen Sinn, sondern um ungesteuerte Flugkörper mit Eigenantrieb. Ihr Betrieb ist seit August 2009 in der Landesverordnung verboten, heißt es ergänzend in der Anordnung.

Aus Sicht des Ordnungsamtes – untermauert durch die Erfahrungen der Freiwilligen Feuerwehren – kommt es alle Jahre wieder zu Unfällen und Schäden. Diese seien oft auf eine falsche Gefahreneinschätzung, unsachgemäßen Umgang und die Leichtfertigkeit im Umgang mit Feuerwerkskörpern zurückzuführen, heißt es in der Mitteilung des Amtes.

Es gebe ein paar Regeln, so die Feuerwehr, damit die Gefahr von Unfällen reduziert werde. Die Abschussbehälter für die Raketen müssten absolut standfest sein. So sollten Flaschen mit Wasser gefüllt werden, damit angezündete Raketen nicht quer über die Straße fliegen, sondern ungehindert in den Himmel aufsteigen können. Sicherer Stand gilt auch für die Vielfachschuss-Batterien. Und natürlich müssten auch diese in ausreichend Abstand zu Fahrzeugen und Gebäuden gezündet werden. In ihrer Mitteilung weist die Feuerwehr Sieseby auch erneut darauf hin, dass Feuerwerkskörper grundsätzlich nicht auf Personen, Tiere oder Objekte geworfen werden, auch wenn das selbstverständlich sei.

Dringend rät die Feuerwehr, nur Feuerwerk zu erwerben und zu zünden, das mit dem Logo der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) oder dem CE-Zeichen gekennzeichnet ist. Selbsthergestellte Böller, beispielsweise aus dem benachbarten Ausland, sollten gemieden werden.

Hausbesitzer sollten außerdem beim Verlassen des Hauses oder der Wohnung sämtliche Fenster, auch Dachfenster verschließen, damit keine Feuerwerkskörper ins Gebäude gelangen. Zudem sollten Mülltonnen verschlossen werden. Feuerwerkskörper sollten niemals ein zweites Mal angezündet werden, sondern auf der Straße verbleiben. Für alle Fälle rät die Feuerwehr, geeignetes Löschmittel, zum Beispiel, einen Feuerlöscher oder einen Eimer mit Wasser, bereit zu halten.

Grundsätzlich gilt vom 2. Januar bis 30. Dezember dann wieder ein generelles Abbrennverbot für Silvesterfeuerwerk. Auf die besonderen Gefahren des Feuerwerks in der Nähe von Reetdachgebäuden sollten auch Urlauber und Feriengäste hingewiesen werden.

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