Tonbandgerät-Interview : Mit neuen Songs auf Tour

Vor dem Konzert traf Jugendredakteurin Selma Polte (3.v.l.) die Bandmitglieder Sophia Poppensieker, Jakob Sudau, Ole Specht und Isa Poppensieker (v.l.)
Foto:
1 von 2
Vor dem Konzert traf Jugendredakteurin Selma Polte (3.v.l.) die Bandmitglieder Sophia Poppensieker, Jakob Sudau, Ole Specht und Isa Poppensieker (v.l.)

Delta Radio-Funkhauskonzert mit der Gruppe Tonbandgerät in Kiel / EZ-Jugendredakteurin Selma Polte sprach mit den Musikern

von
23. Januar 2015, 06:23 Uhr

Eckernförde | Die deutsche Indiepopband Tonbandgerät aus Hamburg kam am vergangenem Freitag nach Kiel, um im Funkhaus ein exklusives Konzert vor begeistertem Publikum zu spielen. Vorher stellten sich die Bandmitglieder Ole, Sophia, Isa und Jakob im Interview den Fragen von Selma Polte aus der Jugendredaktion Eckernförde.


Die spannendste Frage zuerst: die Fans warten schon. Wann kommt Eure zweite Platte heraus?
Gute Frage...die Platte ist vorgestern tatsächlich fertig geworden und eigentlich können wir es noch nicht so wirklich sagen, aber wir denken, sie wird im April oder Mai erscheinen. Auf unserer Tour werden auf jeden Fall die neuen Lieder schon zu hören sein.


Was macht Euch zu einer so besonderen Band? Verfolgt Ihr ein Erfolgskonzept?

Ein Grund ist vielleicht, dass Sophia die Texte schreibt und Ole sie singt, das macht uns zu einer etwas anderen Formation. Ein Erfolgskonzept haben wir nie gehabt, sondern es immer durch „try and error“ versucht – solange, bis es klappt. Das unterscheidet uns sicher von vielen professionellen Bands.


Im vergangenem Jahr habt Ihr am Bundesvision Song Contest mit dem Song „Alles geht“ teilgenommen. Wie schätzt Ihr Euren fünften Platz bei diesem Wettbewerb ein und welche Erfahrungen konntet Ihr dort sammeln?

Also, für uns persönlich war dieser fünfte Platz ein riesiger Erfolg, bei dieser Konkurrenz haben wir gar nicht damit gerechnet. Durch unsere Teilnahme konnten wir auch neue Fans hinzugewinnen, was uns sehr freut! Auch auf der Aftershowparty, als der Druck vorbei war, hatten wir viel Spass. Allgemein war es eine der besten Medieneventpartys, bei der wir dabei waren.

Welche musikalischen Momente gehören neben dem Bundesvision Song Contest noch zu Euren größten Erfolgen?
Auf jeden Fall zählt unsere einmonatige USA-Tour im vergangenem Jahr dazu! Aber auch mit unserer neuen Platte konnten wir uns viele kleine Träume verwirklichen. Wir hatten zum Beispiel eine Cellistin im Studio, die mit uns einige Songs eingespielt hat. Und dass die jetzt auf unserem Album zu hören sind, fühlt sich auch wie ein Erfolg an.


Wo würdet Ihr jetzt stehen, wenn es Tonbandgerät nicht geben würde?

Wir haben alle studiert und wahrscheinlich würden wir das einfach weitermachen. Vielleicht auch etwas ganz anderes...Yogalehrer oder so (lachend).

Ihr habt schon einige Preise gewonnen, wie auch den “Hamburger Nachwuchs des Jahres 2012“. Wie wichtig sind Euch solche Auszeichnungen?

Also, die Preise an sich sind nicht so wichtig, aber die Förderprogramme, die oft da hinter stehen, sind wirklich cool und man kann nur jedem Nachwuchsmusiker dazu raten, diese zu nutzen. Wir waren zum Beispiel in Mannheim an der Popakademie im Bandpool und konnten an vielen interessanten Workshops zum Bandmanagement oder Songwriting teilnehmen. Außerdem bekommt man dadurch natürlich auch Kontakte zu anderen Musikern oder Leuten aus der Industrie, mit denen man da einfach mal reden kann. So gesehen sind die Preise auf Grund der Förderprogramme etwas wirklich Wichtiges für Nachwuchsbands.

Haben Ihr noch weitere Tipps für Nachwuchskünstler, die eine Musikerlaufbahn anstreben, aber noch ganz am Anfang ihrer Karriere stehen?

Hör nicht auf die Leute von Wettbewerben, die dir erzählen, was du alles noch nicht gut machst und warum du kein Musiker werden kannst! Gerade am Anfang gibt es super viele Menschen, die sich einmischen. Deshalb einfach nicht so genau hinhören und das machen, worauf du Bock hast.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen