Mit "Muskelhypothek" zum neuen Schultrakt

Der neue Ostflügel der Waldorfschule wird schon genutzt. Fotos: Luckenbach
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Der neue Ostflügel der Waldorfschule wird schon genutzt. Fotos: Luckenbach

Seit 1992 haben Schüler wie Lehrer auf ihn gewartet und an der Realisierung gearbeitet. Am Sonnabend konnte er dann nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit eingeweiht werden: Der neue Ostflügel der Waldorfschule Eckernförde.

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19. Januar 2009, 08:52 Uhr

Eckernförde | Knapp 1700 Quadratmeter stehen der Waldorfschule nun im neuen Ostflügel zur Verfügung, der sich an die neue Mensa sowie die neue Schulküche anschließt und somit nicht nur die Unterrichtssituation komfortabler gestaltet, sondern auch ein buntes Angebot der Offenen Ganztagsschule möglich macht. Untergebracht sind im Neubau vor allem Klassen- und Fachräume, die für den regulären Schulunterricht und Arbeitsgemeinschaften im Rahmen der Offenen Ganztagsschule genutzt werden. Aber auch ein Lehreraufenthaltsraum und Nebenräume wie Teeküchen oder auch Lagerräume finden Platz.

1,37 Millionen Euro hat der Bau gekostet. Bundesmittel von knapp einer halben Million Euro sowie weitere 446 000 Euro aus Landesmitteln und die so genannte "Muskelhypothek", also die tatkräftige Mithilfe von Lehrern, engagierten Eltern und Oberstufenschülern, haben die Finanzierung und Realisierung des Neubaus ermöglicht. "Die Holzfußböden sind vom Lehrerkollegium verlegt worden", nannte Geschäftsführer Bernd Hadewig ein Beispiel für das tatkräftige Engagement. "Die neuen Räume sind ein wichtiger Zukunftsimpuls", fand Hadewig, und Bürgervorsteherin Karin Himstedt hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der Waldorfschule für den Schul-Standort Eckernförde hervor: "Die Waldorfschule ist eine kleine, feine versteckte Perle, wo mit viel Herzblut, Engagement und Eigenleistung vieles auf die Beine gestellt wird", lobte die Bürgervorsteherin. "Hier wird in Kinder und damit in die Zukunft investiert", sagte Himstedt und stellte abschließend fest: "In Eckernförde wird nicht nur geredet, sondern auch gehandelt."

Reiner Bunte überbrachte die Glückwünsche zum neuen Anbau als stellvertretender Kreispräsident und wünschte vor allem den Schülern, dass die neuen, großzügigen Räumlichkeiten die Voraussetzung für schulischen Erfolg darstellen. Bunte sagte mit Blick auf die anwesenden Kinder und Jugendlichen: "Eine Zukunftsperspektive haben alle, die etwas wissen und können."

Die neuen Räumlichkeiten werden zwar schon im Schulalltag genutzt, jedoch ist der Neubau noch nicht ganz fertig gestellt: So fehlen beispielsweise noch Deckenverkleidungen in den Fluren. Und in Lagerräumen, manchen Fluren und Nebenräumen müssen noch Fußböden verlegt werden. "Wir wären gerne zur Einweihung fertig geworden, aber so werden wir die nächsten Aktionstage im Frühjahr nutzen", sagte Hadewig, der im Rahmen der Feierlichkeiten einen Ausblick in die nähere Zukunft wagte, die er unter das Motto "Waldorf baut weiter" stellte.

Denn die jetzt eingeweihten Räumlichkeiten sollen nach Hadewigs Vorstellungen erst der Anfang sein. Bereits in diesem Sommer wird mit dem Anbau begonnen, der Bühnenneben- und Übungsräume bereitstellen soll. Im Zuge dieses Anbaus sollen nochmals 260 000 Euro verbaut werden. Hadewig berichtete, dass ein Landeszuschuss in Höhe von 116 000 Euro bereits zugesichert sei. In den Folgejahren werden auch weiter Handwerker das Bild der Waldorfschule prägen: Denn 2010 und 2011 ist ein weiterer Bau vorgesehen, der an den eben eingeweihten Ostflügel anschließt und in dem ein Musiksaal, ein Eurythmiesaal sowie Arbeitsräume für die Schüler untergebracht werden sollen.

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