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Kreis-SPD : Mit „Martin-Schulz-Zug“ zu neuer Kraft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

200 Gäste beim SPD-Kreisempfang im Regionalen Bürgerzentrum

Büdelsdorf | Der designierte Kanzlerkandidat Martin Schulz stand im Mittelpunkt der Reden und Gespräche beim SPD-Kreisempfang im Regionalen Bürgerzentrum in Büdelsdorf. „Wenn der Martin-Schulz-Zug weiter rollt, wird auch die SPD im Kreis Rendsburg zu neuer Kraft kommen“, sagte der Kreisvorsitzende Sönke Rix bei der Begrüßung der 200 Gäste, unter ihnen die Europaabgeordnete Ulrike Rodust, der Landesvorsitzende Ralf Stegner und die Landtagsabgeordnete Serpil Midyatli. Der Sprecher der Kreistagsfraktion Kai Dolgner fehlte wegen Erkrankung.

Seitdem bekannt ist, dass Schulz in das Rennen um die Kanzlerschaft geht, habe es im Kreis 25 Neueintritte gegeben, betonte Rix. Der frühere Präsident des Europäischen Parlaments sei der richtige Kandidat. Das zeige sich auch an den Reaktionen des politischen Gegners. „Die Union wird nervös, die Attacken werden härter“, sagte Rix.

„Die alte Tante SPD zieht sich ihr Frühlingskleid an und fängt an zu tanzen.“ Mit diesen optimistischen Worten begann Ministerpräsident Torsten Albig seine Rede. Viele Menschen wendeten sich seiner Ansicht nach wieder der Partei zu. „Sie wollen bei denen sein, die gewinnen.“ Als Grund für die positive Entwicklung sieht Albig, dass die SPD das Thema „Gerechtigkeit“ wieder in den Fokus nehme. Die Entwicklung in Frankreich und der US-Präsident Trump, „der an der Demokratie schraube“, seien Gründe dafür, dass die SPD als stärkste linke Kraft in Europa zurück komme. Die SPD stelle sich gegen Rechts und sende ein Signal für Gerechtigkeit, so Albig. „Bei der Landtags- und der Bundestagswahl steht Gerechtigkeit für uns im Mittelpunkt.“

Albig wies darauf hin, dass in den vergangenen fünf Jahren 10  000 neue Kita-Plätze in Schleswig-Holstein entstanden seien. „Wir waren am Tabellenende in Deutschland, jetzt sind wir unter den ersten Dreien. Diesen Weg wollen wir weiter gehen“, kündigte Albig an. Kinderbetreuung sei „unerträglich teuer“. 100, 200 oder gar 300 Euro für einen Krippenplatz seien nicht akzeptabel. „Wir wollen die Gebührenfreiheit“, so Albig.

Zudem habe die Landesregierung 2000 Lehrkräfte mehr als geplant eingestellt. „Der richtige Weg beginnt immer bei den Lehrern“, betonte Albig. Als „zutiefst ungerecht“ bezeichnete er, dass sich immer mehr Menschen im Hamburger Umland und in Kiel ihre Mieten nicht mehr leisten könnten. 5000 bezahlbare Wohnungen kündigte Albig für die nächsten Jahre an. „Der Wohnungsbau wird wieder im Mittelpunkt der SPD stehen.“ Ein großes Thema sei der Umgang mit Flüchtlingen. Hier forderte Albig, nicht abzuschieben, sondern zu integrieren.

Der Alt Duvenstedter Bürgermeister Peter Orda hofft, dass Martin Schulz als Lokomotive zieht. „Dann profitiert auch die SPD in Schleswig-Holstein bei der Landtagswahl davon, sonst wird es ein enges Rennen.“

Büdelsdorfs Bürgervorsteher Horst Eckert hofft auf den Schulz-Effekt. „Dann wird die AfD an die Wand gedrückt.“


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erstellt am 13.Feb.2017 | 06:05 Uhr

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