zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

21. August 2017 | 08:56 Uhr

Kunst : Mit Losglück ins Rathaus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Künstlerinnen aus Carlshöhe zeigen exemplarische Arbeiten in den Vitrinen des Rathauses . Wer ausstellen durfte, hat das Los entschieden

Eckernförde | Der Platz in den Ausstellungsvitrinen des Rathauses in der Bürgerhalle ist begrenzt und die Kunstszene auf Carlshöhe ist groß. Und zwar so groß und produktiv, dass die sieben Vitrinenplätze im Rathaus unter den rund 40 Künstlern verlost werden musste. Prinzip Zufall. Das Los fiel auf sieben Frauen, die in unterschiedlichen Disziplinen unterwegs sind.

Rita Büttner malt in Acryl, sprüht Lacke auf und lässt auf diese feinsinnige Weise eindrucksvolle Landschaften und Stillleben entstehen. Regine Black arbeitet nicht nur mit Tiefgang, sondern auch mit Tiefdruck. Ihre kleinen Formate, oft Figuren mit offener Krone oder Elfen, kommen beim Publikum besonders gut in der Weihnachtszeit an. Angelika Prüsch malt wie Rita Büttner in Acryl. Ihre Arbeiten entstehen spontan, sind weniger gegenständlich, sondern zeigen kolorierte Strukturen, die „von innen heraus“ entstehen. In ihren Collagen verarbeitet sie auch Sand, Stoff oder Stücke von bunten Glasscheiben. Helgrid Härle greift die aktuelle Flüchtlingssituation auf. Um die Zahlen zu fassen, hat sie ihr Großformat mit unzähligen roten Strichen versehen – ein Strich für jeden Flüchtling –, und darauf schemenhafte Gesichter von Flüchtlingen gemalt. „Arche Afrika“ nennt sie ihr Projekt, zu dem noch weitere Bilder gehören. Die Doppelvitrine wird von Bildhauerin Guna Scheffler und Malerin Almut Büsing bestückt. Marmor, Alabaster und Granit bearbeitet Guna Scheffler mit viel Kraft, Inspiration und Gefühl. Strenge Formen und immer wieder Flügel prägen ihre ausgestellten Arbeiten. Passend dazu die vor kräftiger Farbgebung strotzenden Bilder von Almut Büsing, die besonders gerne Motive der Insel Amrum aufgreift. Rita Schirmach kreiert ihre Aquarellbilder nach dem Prinzip des „gelenkten Zufalls“. Sie malt „nass in nass“, achtet auf ein ausgewogenen Verhältnis von Wasser und Farben und lässt die Farben ineinanderfließen, um bestimmte Effekte zu erzielen. Auf diese Weise entstehen Moorlandschaften, Blumenbilder und Stillleben. Den Abschluss bilden schließlich Fotografien von Ingrid Schmuck, die nicht nur Bäume auf kreative Art in Szene setzt, sondern ihnen auch im wahrstsen Sinne des Wortes Gesicht verleiht.

Die Carlshöher Künstlergruppe zeigt, auf wie vielfältige Weise die Stadtkultur durch die nördliche Künstlerkolonie in der früheren Marinekaserne bereichert wird. Die Ausstellung im Rathaus ist noch bis zum 30. Oktober während der Öffnungszeiten zu sehen. Wer an den Arbeiten interessiert ist, kann sich direkt an die Künstlerinnen wenden.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 06.Okt.2015 | 11:27 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen