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Oldtimer in Hütten : Mit Leidenschaft für alte Maschinen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Achtes Fahrzeugtreffen für alte Maschinen und Fahrzeuge in Hütten / Historischer Steinbrecher von 1925 knackt jeden Feldstein

von
erstellt am 25.Jul.2017 | 06:29 Uhr

Hütten | Während in der Hüttener Kirche feierlich ein neuer Erdenbürger getauft wurde, zeigten gegenüber auf dem Platz vor dem Gerätehaus alte Maschinen und Fahrzeuge, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehören. Für das achte Fahrzeugtreffen in der Gemeinde hatten die Organisatoren Hans-Jürgen Bothmann, Jürgen Grimm und Georg Beyer wieder einige PS-starke Hingucker gewinnen können. Gleich zu Beginn startete Bothmann seinen Steinbrecher, der bis in die 1960er Jahre hinein noch zuverlässig Material für den Straßenbau lieferte. Das gut 90 Jahre alte Gerät vom Grusonwerk, das später Teil der Krupp AG wurde, hatte es in sich. Mit einem Flachriemen wurde die Maschine von Hans-Jürgen Bothmann angetrieben, die immer wieder von Jürgen Grimm und Georg Beyer mit dicken Feldsteinen befüllt wurde. Zwischen den so genannten Brechbacken wurden die Steine in wenigen Sekunden in groben Splitt zerkleinert. „Die Antwort Hüttens auf die Straßenausbaubeitragssatzung“, scherzten Ascheffels Bürgermeister Jörg Harder und Georg Beyer. Und tatsächlich, so einmal im Jahr, wenn sich genug Kies bei den Vorführungen angesammelt hat, werden damit die Schlaglöcher in der Gemeinde aufgefüllt.

Bei dem Fahrzeugtreffen vor seiner Haustür immer dabei ist auch Werner Schmidt. Der 75-Jährige steht vor allem auf Zweiräder. Rund zehn seiner zahlreichen historischen Motorräder hatte er auf dem Dorfplatz in Reih und Glied aufgestellt. Auf dem Motorrad war Schmidt viel unterwegs. Er war mehrmals in Italien, Spanien, Marokko, Algerien und der früheren Tschechoslowakei. Mit diesen langen Touren ist es zwar vorbei, aber für den Einkauf in Eckernförde nimmt er gerne seine Guzzi oder die Nimbus. „Ich habe dann keine Probleme, einen Parkplatz zu finden“, erzählt er. Raritäten sind seine Motorräder der dänischen Marke Nimbus. Typisch sind die vier Zylinder und der offene Ventiltrieb. Rund 12  000 Stück seien davon bis 1960 gebaut worden, 4000 gebe es noch, zwei davon in Hütten, so Schmidt. „Am Sonnabend war ich bei den Classics in Eckernförde, da waren nur zwei Motorräder gemeldet“, berichtete er. Da konnten die Hüttener am Sonntag schon weitaus mehr Modelle vorweisen.

Aus Goosefeld war Hermann Sarp angereist. Mitgebracht hatte er seine himmelblaue BMW 315 aus dem Jahr 1935. „Das Auto war früher eine Limousine Cabrio“, erzählte Sarp. Sie wurde dann von einem Konteradmiral namens Alfred Breuning zum Zweisitzer umgebaut. Seit 1970 besitzt der Goosefelder das Fahrzeug. Erst vor wenigen Jahren hat er den BMW dann wieder flott gemacht und über den TÜV gebracht. Ober er nicht noch zu den Eckernförder Classics fahren wollte? „Da ist mir zu viel Hochglanz“, sagte Sarp, dann schon lieber nach Hütten. 


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