Lebenshilfe : Mit kleinem Polster auf Sparkurs

Seit 25 Jahren an der Spitze der Lebenshilfe Altenholz u. Umgebung: die Vorsitzende Doris Bommes (r.) und ihre Stellvertreterin Renate Pieper (l.).
Seit 25 Jahren an der Spitze der Lebenshilfe Altenholz u. Umgebung: die Vorsitzende Doris Bommes (r.) und ihre Stellvertreterin Renate Pieper (l.).

Jahresversammlung der Lebenshilfe heute Abend im Eivind-Berggrav-Zentrum / Vorsitzende und Stellvertreterin sind 25 Jahre im Amt

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13. März 2014, 06:00 Uhr

Auch wenn das Jahr ruhig verlaufen ist, wie Doris Bommes, Vorsitzende der „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Altenholz und Umgebung“ im Vorfeld der Mitgliederversammlung heute Abend mitteilt – ausruhen darf sie sich nicht. Der mit etwa 50 Mitgliedern zweitkleinste Ortsverband der Lebenshilfe in Deutschland ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Nur so kann die engagierte Freizeitarbeit des 1976 gegründeten Ortsvereins aufrecht erhalten werden, der sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit geistiger Behinderung und ihren Familien verbesserte Lebensbedingungen zu schaffen und auf die Integration dieser Menschen in Leben und Gesellschaft hinzuwirken.

Den Finanzplan hat die Vorsitzende daher stets im Blick. „Wir sind mit einem nur kleinen Polster auf Sparkurs“, sagt sie. Die Lage sei nicht dramatisch, aber sie sei der Hinweis, sich nicht auf die faule Haut zu legen. „Das bedeutet für mich, ich muss mir noch mehr Mühe geben.“ Zum Glück habe die Lebenshilfe einige sehr verlässliche Partner und Sponsoren, die sie regelmäßig bedenken. So wie die Kirchengemeinde, die politische Gemeinde, die Rotary Clubs in der Region, der Service-Club Round Table 79 und Sponsoren wie Max Lorenz aus Sprenge. Auch vom Kreis erhalte man einen kleinen Zuschuss. „Da kann ich allen nur danke sagen“, betont sie.

Tanja Sonntag und André Delor, die den Freizeit- und Integrationsclub leiten, können also auch für dieses Jahr neben den wöchentlichen Club-Treffen mit Kochen, Musik und Sport wieder vielfältige monatliche Aktivitäten planen. Man wird gemeinsam zum Schwimmen fahren, an einen Fahrrad- und Rollerkursus teilnehmen, wo jeder nach seinen Fähigkeiten gefördert wird, Minigolf spielen, auf dem Reiterhof der Lebenshilfe des Kreisverbandes Rendsburg den Kontakt zu Pferden suchen, am Strand ein Sommerfest feiern, sich am Sportfest der Eckernförder Gruppe beteiligen, den Hansapark, die Heuherberge, den Wildpark Eekholt und das A cappella-Konzert des Rotary Club Dänischer Wohld besuchen. Und schon früh beginnen die Proben für die Theateraufführung zur Weihnachtsfeier mit Freunden und Förderern des Vereins, dem alljährlichen Höhepunkt.

„Meine Stellvertreterin Renate Pieper und ich, wir sind jetzt 25 Jahre im Amt“, verrät Doris Bommes. „Für mich bedeutet das eine lange Zeit und eine sehr, sehr befriedigende Arbeit.“ In zwei Jahren wird sie 70. Da hält sie schon mal die Augen und Ohren auf für einen Nachfolger. Leicht fällt ihr das nicht. Denn diese Lebenshilfe, so wie sie funktioniert, sagt sie, sei ihr Kind.



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