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Breitbandversorgung : Mit Karacho ins Internet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wenn sie wollen, können 96 Prozent der Haushalte in den Ämtern Hüttener Berge, Dänischer Wold und Dänischenhagen mit bis zu 50 Mbit/s ins Internet. Die Leitungen dafür liegen auf jeden Fall.

Als einen wichtigen Schritt in die Zukunft für die Bürger und den ländlichen Raum bezeichnete Landtagspräsident Klaus Schlie den Abschluss des Breitbandprojektes „Fiete Net“ in den Ämtern Hüttener Berge, Dänischer Wohld und Dänischenhagen. Rund 9,4 Millionen Euro wurden in den vergangenen drei Jahren investiert, 186 Kilometer Leerrohre verlegt, 180 Kabelverzweiger errichtet, um schließlich 28 Gemeinden mit schnellem Internet zu versorgen. Insgesamt können nun knapp 14.500 Haushalte von dem Breitbandanschluss profitieren, das entspricht einer Abdeckung von 96 Prozent.

Bei einer Feierstunde am Freitagabend in der Globetrotter Lodge wurde an die Gründung des Breitbandzweckverbands und die Realisierung dieses Projektes erinnert. Klaus Schlie hob in seinem Grußwort die gelungene interkommunale Kooperation hervor, die zu einer Steigerung der Lebensqualität in der Region geführt habe: „Das ist ein wichtiger Fußabdruck, um Schleswig-Holstein ins digitale Zeitalter zu führen.“

In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Versuche gegeben, den ländlichen Raum mit schnellem Internet zu versorgen, berichtete Andreas Betz, Direktor des Amtes Hüttener Berge und Geschäftsführer des Breitbandzweckverbands. In fast allen Gemeinden gab es unterversorgte Gebiete mit einer Bandbreite von weniger als 2 MBit/s. Doch niemand sei bereit gewesen, die Region zu erschließen.

Es gab eine Machbarkeitsstudie und Markterkundungen. Dass eine Gemeinde allein keinen Erfolg haben würde, sei schnell klar geworden. Eine Amtslösung musste also her. So wurde am 3. August 2010 der Breitbandzweckverband (BZV) gegründet. Alle 28 Gemeinden aus den drei Ämtern zogen an einem Strang, um ihren Bürgern eine qualitativ hochwertige Breitbandinfrastruktur vor die Tür zu legen. Den Auftrag erhielt das Flensburger Unternehmen mr.net services mit seinem Produkt „Fiete Net“. Das 180 Kilometer lange Leerrohrnetz wird vom BZV errichtet und an die mr. net services verpachtet, um die Refinanzierung der Kreditaufnahme zu sichern.

750.000 Euro brachten die Kommunen an Eigenkapital ein. Rund 7,3 Millionen Euro kosteten die Tiefbauarbeiten, die mit etwa 5,4 Millionen Euro von Land und EU bezuschusst wurden. Eine weitere Förderung in Höhe von rund 1,5 Millionen Euron gab es für die Wirtschaftlichkeitslücke von etwa zwei Millionen Euro. Im September 2011 gingen dann in Osterby und Revensdorf die ersten Kunden ans Netz.

Betz erinnerte an besondere Herausforderungen des Projektes, wie das langwierige Genehmigungsverfahren bei der Bahnquerung in Owschlag und die aufwendige Dükerung des Nord-Ostsee-Kanals, um auch die Südseite Sehestedts zu erreichen.

Das Kriterium der Ausschreibung, mindestes 90 Prozent der unterversorgten Gebiete innerhalb von drei Jahren mit 2 Mbit/s zu versorgen, wurde mehr als erfüllt, wie anschließend Oliver Pfeiffer, Geschäftsführer von mr.net services, erläuterte. Über 96 Prozent werden versorgt, davon erhalten mehr als 86 Prozent aller Haushalte 25 Mbit/s oder mehr. Teilweise würden sogar Übertragungsraten von weit über 50 Mbit/s erreicht.

Die Erfolgsgeschichte des Breitbandzweckverbands soll aber weiter geschrieben werden. So sollen auch, wo es möglich ist, FttH-Anschlüsse angeboten werden, also Anschlüsse, bei denen das Glasfaser bis ins Haus geführt wird. Dies ist bereits bei Neubaugebieten oder in Gebieten in denen Tiefbaumaßnahmen erfolgten, der Fall gewesen.

Nach drei Jahren können 96 Prozent der Haushalte in den Ämtern Hüttener Berge, Dänischer Wold und Dänischenhagen schnell ins Internet

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erstellt am 12.Mai.2014 | 05:48 Uhr

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