EZ-Kochduell : Mit himmlischen Gängen ins Kochfinale

Viel zu tun hatten  die Gastköche Bastian Klohs (v.r.)  unterstützt von Maria von Randow sowie  Almut Witt unterstützt von Michael Stöcken als Mitideengeber der Kochduellserie mit der Eckernförder Zeitung.
Foto:
1 von 2
Viel zu tun hatten die Gastköche Bastian Klohs (v.r.) unterstützt von Maria von Randow sowie Almut Witt unterstützt von Michael Stöcken als Mitideengeber der Kochduellserie mit der Eckernförder Zeitung.

Pastorin Almut Witt kocht sich im Riesby Krog ins Finale vom EZ-Kochduell. Sie kochte gegen Dachdeckermeister Bastian Klohs aus Loose und konnte die Gäste überzeugen. Das Finale und der Austragungsort werden jetzt organisiert.

shz.de von
03. April 2014, 06:00 Uhr

Rieseby | Dass Geistliche dem Irdischen sehr verbunden sind, bewies einmal mehr Pastorin Almut Witt von der Kirchengemeinde Borby-Land. Sie setzte sich beim vierten Kochduell der Vorrunde der Eckernförder Zeitung und Küchenmeister Michael Stöcken gegen ihren Kontrahenten Bastian Klohs, Inhaber des gleichnamigen Dachdeckereibetriebs aus Loose durch. Im Riesby Krog konnte Almut Witt mit ihrem Spitzkohlsalat mit Champignons, Äpfeln und Walnüssen als Vorspeise und gefüllten Putenröllchen mit Wurzelgemüsen und Kartoffel-Selleriegratin im Hauptgang punkten.

Bastian Klohs setzte mit magerem Bauchfleisch mit Schwarte, Sauerkraut und Kartoffel-Petersielienpüree im Hauptgang und „großem Hans“, einem Grieskuchen mit Kirschen und Mangopüree auf die traditionelle Küche und landete damit auf Platz zwei.

Alle vier Gänge hatten von den Gastköchen in der Küche des Riesby Krogs viel Fleiß gefordert. So musste die Pastorin für sie mehr als ungewohnt große Mengen an Kartoffeln und Sellerie für das Gratin, aber auch jede Menge Spitzkohl für den Salat schneiden. Dabei konnte sie mit Hilfe von Michael Stöcken gleichzeitig ihre Schnitttechniken verfeinern. „Ich dachte schon, ich bekomme Muskelkater in der rechten Schulter und dem rechten Arm, aber es geht noch“, sagte sie und schmunzelte.

Mit mehr Schwierigkeiten zu kämpfen hatte da schon der 1,96 Meter große Bastian Klohs, für den die Arbeitsflächen grundsätzlich zwanzig Zentimeter höher hätten sein können. Das hielt ihn dennoch nicht davon ab, Möhren in hauchzarte Juliennes zu zerschneiden, die anschließend zusammen mit klitzeklein geschnittener Sellerie der Sauce für das Fleisch den richtigen Kick gaben.

Größte Herausforderungen stellt neben dem Kochen für fast 30 Personen immer wieder das Anrichten der Teller für den jeweiligen Gang dar. Hier war Maria von Randow, Inhaberin des Riesby Krogs, gefragt. Zusammen mit ihren Mitarbeitern musste sie organisieren, an welchem Tisch zuerst und wo zuletzt serviert wird.

Michael Stöcken teilte derweil alle Beteiligten für das Anrichten der Teller ein. „Zuerst die Sauce, darauf setzen wir das Fleisch, direkt ans Gemüse“, schlug er vor und schnitt schwungvoll die Putenröllchen in der Mitte durch, um sie auf die Teller zu stellen. „Jeder macht einen Handgriff, dann geht es am schnellsten.“

Was sich bei ihm so einfach anhört, kann für Ungeübte schnell schweißtreibend sein. Im Vordergrund stehen allemal die Gäste, die bedient werden wollen, und das immerhin ziemlich zeitnah. Dann die Erleichterung: drei Gänge waren serviert, fehlte nur noch das Dessert, das locker vorbereitet werden konnte.

Nach fast fünfeinhalb Stunden Arbeit in der Küche fiel die Spannung von den Kochduellanten ab. Jetzt kam es nur noch darauf an, wie gut den Gästen, die gleichzeitig die Jury bildeten, das Essen schmeckte. Und während die Organisatoren die Stimmzettel auswerteten, sammelten die beiden Gastköche rund 136 Euro zugunsten der Trauerbegleitung Schwansen von Petra Blümel.

Den Abendsieg holte sich Almut Witt. Zugleich belegte die Pastorin im Ranking der acht teilnehmenden Gastköche den ersten Platz. Zweitplatzierter und damit ihr möglicher Gegner beim abschließenden Finale ist Tristan Bubbers von der Landjugend Nordschwansen.

Wann und in welcher Küche das Finale ausgetragen wird, wird jetzt organisiert, erklärte Michael Stöcken. Am Ende des Finales wird ein Gastkoch mit dem Wanderpokal Kochmeister 2014 belohnt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen