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Norwegen-Expedition : Mit Gespann durch den Winter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Lara Winkler aus Sehestedt lässt sich zum Team- and Expedition-Instructor ausbilden. Jetzt startet sie zur Schlittenhund- und Schneeschuh-Tour durch Norwegen.

Den Freiheitsgeist habe Lara Winkler schon immer verspürt. Sechs Jahre lang reiste sie schon quer durch die Welt, nahm 2007 an einer Spitzbergen-Expedition mit Arved Fuchs teil. Da sie ein Jahr in Norwegen gelebt hat, beherrscht sie die Sprache und begleitete die Expedition als Dolmetscherin. „Das Reisen auch beruflich zu nutzen, ist mein großes Ziel“, sagt die 34-Jährige, die im vergangenen Jahr von Hamburg nach Sehestedt zog, um sich diesen Wunsch zu verwirklichen. Lara Winkler ist eine von sechs Teilnehmern, die jetzt zu einer Schneetour durch Norwegen gestartet sind, und sich von der Globetrotter-Akademie zum Team- and Expedition-Instructor ausbilden lassen. Angeleitet werden Lara Winkler und weitere fünf Männer von Günther Hoffmann, Geschäftsführer der Globetrotter-Akademie, Sportwissenschaftler, Trainer und Erlebnispädagoge. „Die berufsbegleitende Ausbildung setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen“, erläutert er. In Seminaren lernen die künftigen Trainer die psychologischen, pädagogischen und sicherheitstechnischen Grundlagen. Neben dem Modul Winter könnten die Interessenten noch die Schwerpunkte Kajak, Segeln, Trekking oder Wald wählen.

Als die Firma Globetrotter für die Aschberg Lodge Personal suchte, bewarb sich Lara Winkler zunächst für den Servicebereich. Ein guter Einstieg, dachte sie. Durch die Bauverzögerung und die um etwa sechs Monate verschobene Eröffnung, packte sie bei der Firma Event Nature in Sundsacker mit an.

Dass Lara Winkler nicht nur im Service eine Bereicherung ist, sondern auch mit ihrer Outdoorerfahrung Globetrotter helfen kann, merkten beide Seiten schnell.

Mit etwa 13 Kilogramm Gepäck rechnet Lara Winkler. Die Ausrüstung und die Bekleidung sei natürlich das A und O. In doppelter Ausfertigung wolle sie Bekleidung mitnehmen und die Schokolade – Nervennahrung – dürfe nicht fehlen. „Mich reizt es, außerhalb unserer vertrauten Komfortzone unterwegs zu sein“, sagt die Sehestedterin. Die Tour werde eine eine mentale und körperliche Herausforderung sein, sagt sie. Man müsse lernen, innerhalb der Gruppe sich zurückzunehmen.

Auch wenn es in Norwegen tagsüber derzeit mild ist, müsse man nachts mit Temperaturen von etwa minus 10 bis minus 15 Grad rechnen, sagt Günther Hoffmann. „Die Strecke ist anspruchsvoll, sehr hügelig“, betont er. Start und Ziel ist die Schlittenhundefarm in Sirdal. Die ersten 20 bis 30 Kilometer werden die Teilnehmer mit Schneeschuhen zurücklegen. Anschließend werden die Hunde vor die Schlitten gespannt. Dann hat die Gruppe noch rund 40 bis 50 Kilometer vor sich. Zwei Personen teilen sich einen Schlitten, der von einem Sechser-Gespann gezogen wird. Wie das Rudel geführt wird, ist ebenfalls Teil der Ausbildung.

Übernachtet wird in einem Tippi, das Essen auf Kochern zubereitet. Wie viele Kilometer die Gruppe pro Tag zurücklegt, sei sehr vom Wetter abhängig. Da es gegen 16 Uhr dunkel wird, muss bis dahin ein Schlafplatz gefunden werden und das Zelt aufgebaut sein. In ihrer Ausbildung lernen die Frauen und Männer, das Wetter richtig zu lesen, um davon die weitere Route und das Aufsuchen des Nachtlagers abhängig zu machen. Mit Kompass und Karte sollen sich die Teilnehmer orientieren, das GPS dient lediglich als Absicherung.


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erstellt am 15.Feb.2014 | 07:59 Uhr

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