Konzert im Redderhus-Krog : Mit Elektro-Beats zurück in die Heimat

Schlagzeuger Jörn Bielfeldt (l.) und Multiinstrumentalist Johnny Nicholson sind „Echorev“. Das Deutsch-amerikanische Duo tritt am Sonnabend in Holzbunge auf.
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Schlagzeuger Jörn Bielfeldt (l.) und Multiinstrumentalist Johnny Nicholson sind „Echorev“. Das Deutsch-amerikanische Duo tritt am Sonnabend in Holzbunge auf.

Schlagzeuger Jörn Bielfeldt aus den USA besucht sein Elternhaus in Papenwohld / Auftritt mit seiner Band Echorev am 25. Juli im Redderhus/Holzbunge

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21. Juli 2015, 06:46 Uhr

250 Konzerte haben Jörn Bielfeldt und Johnny Nicholson gemeinsam gespielt – in Europa, den USA, Mexika und Kanada, 2009 erschien das erste Album, 2014 das erste Musikvideo. Der Klein Wittenseer Jörn Bielfeldt (30) und der aus Kalifornien stammende Johnny Nicholson (27) fanden 2009 in Boston am Berklee College of Music zueinander. Seit 2010 nennen sie sich Echorev. Ihr Name leitet sich vom französischen Wort für Traum (Rêve) ab. Am Sonnabend, 25. Juli, 20 Uhr, tritt das deutsch-amerikanische Duo im Redderhus-Krog in Holzbunge auf.

In der Kirchenband Bünsdorf begann einst Jörn Bielfeldts musikalische Laufbahn. Nach dem Abitur nahm der heute 30-jährige sein Studium an der Musikhochschule in Dresden auf. 2008 bewarb er sich für ein Schlagzeug-Stipendium in Boston und wurde aufgenommen. 2011 machte er seinen Abschluss, den Bachelor of Music. Seit einigen Jahren kommt Jörn Bielfeldt regelmäßig für Konzerte nach Deutschland und gern auch in seine schleswig-holsteinische Heimat. „Sein Zuhause vergisst man nicht“, sagt Bielfeldt, der in Papenwohld auf einem Bauernhof groß geworden ist. Eine Rückkehr ist für ihn immer wichtig und bedeutet vor allem auch Erholung . „Die Stadt erschlägt dich“, sagt er. In seinem Elternhaus hat er die Idylle pur. „Wenn du aus der Tür gehst, bist du in der Natur“, das sei angesichts der Geräuschkulisse in New York ganz anders.

Den Heuboden des Hauses hat Jörn Bielfeldt zu einem Probenraum umfunktioniert. Auch Sänger, Gitarrist und Keyboarder Johnny Nicholson, der ihn jetzt wieder bei seinem Heimatbesuch begleitet, genießt die Idylle des Naturparks Hüttener Berge sichtlich. Hier tanken die beiden Musiker Energie für die nächsten Projekte. „30 unveröffentlichte Songs sind noch in der Schublade“, sagt Bielfeldt, alle selbst geschrieben, die darauf warten veröffentlicht zu werden. Ohne Management ist Echorev bislang ausgekommen, produziert wurde das erste Album „Find North“ unter dem eigenen Label Monkey Rock. 2012 erschien die EP „The Mermaid & The Astronaut“. 2014 veröffentlichte „Echorev“ dann mit „Shiver“ ihr erstes Musikvideo, das auch auf den Sendern MTV und Viva gezeigt wurde. Experimentell, fernab vom Mainstream, bezeichnet Bielfeldt selbst den eigenen Stil der Musik. Pop-, Rockmusik mit elektronischer Note, eben Future Pop.

Das Konzert am Sonnabend im Redderhus ist bereits das vierte in Holzbunge von Echorev. In diesem Jahr werden sie begleitet von der Band „Heartbeast“. Zur der Hamburger Band gehört Helge Hasselberg. Der ehemalige Waldorfschüler absolvierte 2004 sein Abitur in Eckernförde und leistete im „Haus“ seinen Zivildienst ab.

Konzertbeginn im Redderhus ist um 20 Uhr, Einlass 19 Uhr. Karten für 8 Euro, ermäßigt 5 Euro, gibt es nur an der Abendkasse.  


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