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Tansania : Mit Eckernförder Hilfe aus der Hoffnungslosigkeit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Hanne Pischke und der Verein „die schule in afrika“ eröffnen Kindern in Tansania eine Perspektive durch Bildung.

Eckernförde | Ihr Engagement zeigt Wirkung: Hanne Pischke aus Eckernförde unterstützt seit dem Jahr 2005 eine Schule in Usangi, einer kleinen Stadt in den Pare-Bergen in der Nähe des Kilimandscharo in Tansania. Sie finanziert die Schulspeisung, hat Mittel zum Bau und zur Renovierung von Klassenräumen bereitgestellt und vermittelt Schulpatenschaften für Waisenkinder. Zwei dieser Paten sind mittlerweile Juristen. Zwei weitere ehemalige Schüler besuchen die Universität mit dem Ziel, Lehrer zu werden. „Und gute Lehrer werden in Tansania sehr gebraucht“, so Hanne Pischke.

41 Schüler unterstützt die Eckernförderin mit ihrem Verein „die schule in afrika“ mittlerweile. Das sind 41 junge Menschen, die damit den Sprung aus der Hoffnungslosigkeit auf den Weg in eine gesicherte Existenz geschafft haben. Doch ein Schulabschluss allein genügt nicht. „Sie brauchen auch eine anerkannte Ausbildung.“ Sie zu vermitteln und zu finanzieren, ist eines ihrer großen Ziele für die nächsten Jahre.

Jedes Jahr fährt sie für einige Wochen nach Tansania, um sich von dem Fortschritt des Projekts zu erkundigen, hat Freunde und Vertraute gewonnen, die vor Ort die finanziellen Mittel gewissenhaft einsetzen. „Einige der ehemaligen Schüler hatten jetzt wegen ihres schlechten Schulabschlusses Probleme, eine Berufsausbildung zu beginnen“, erzählt sie. Deshalb fuhr sie mit ihnen zu einem zertifizierten Berufstrainingszentrum, wo gleich vier von ihnen eine Lehre beginnen konnten. Darunter ist auch ein Mädchen, das zur Elektrikerin ausgebildet wird, ein anderer erwirbt den LKW-Führerschein.

Schwierigkeiten bewirkt manchmal die Antriebslosigkeit der jungen Menschen. „Aber es bewirkt etwas, wenn man sie ein wenig drängt und ihnen Alternativen an die Hand gibt.“ Die Alternative besteht darin, dass die Frauen früh heiraten und Kinder bekommen, während sich die Männer mit Gelegenheitsjobs irgendwie über Wasser halten.

„Leider werden die Schulen vom Staat nicht so unterstützt, wie es sein sollte“, weiß Hanne Pischke. Ein Internat, das sie besuchte, erinnerte sie mehr an ein Internierungslager. Zurzeit warten die Lehrer seit zehn Monaten auf ihr Gehalt und können nur überleben, weil sie in ihren Gärten genug Nahrungsmittel für die Selbstversorgung anbauen können.

Das Projekt von Hanne Pischke und „die schule in afrika“ ist Hilfe zur Selbsthilfe. Nur durch Bildung und Ausbildung haben die Menschen eine Chance auf ein besseres Leben. „Zurzeit wird viel über Flüchtlinge geredet. Wir können sagen, dass unsere Patenkinder später keine Wirtschaftsflüchtlinge werden.“

Deshalb bittet der Verein weiterhin dringend um Unterstützung. Knapp 10  000 Euro investiert er jährlich in Schulspeisung, Schulgeld, Ausstattung sowie Studien- und Ausbildungsgebühren von Waisenkindern oder Schülern in Armut. Dabei kann schon wenig viel bewirken. Eine Patenschaft zum Beispiel kostet 15 Euro im Monat und ermöglicht einem Kind den Besuch der weiterführenden Schule, die Ausstattung mit Lehrmitteln und Hilfe im Krankheitsfall. „Wir nehmen aber sehr gern auch Einzelspenden oder Mitgliedschaften für 5 Euro im Monat an“, sagt Hanne Pischke, die unter Tel. 04351/ 47  65  73 oder 0160/ 97  62  98  65 für weitere Infos zu erreichen ist.

>Spenden sind möglich auf das Konto: IBAN: DE70 2109 2023 0011 8473 30, BIC: GENODEF1EFO bei der Eckernförder Bank

>www.die-schule-in-afrika.de,

haelkapi@yahoo.com

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erstellt am 11.Apr.2016 | 05:34 Uhr

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