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German Seamasters : Mit dem Paddel nach Schilksee

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

47 Ruderer sind am Sonnabend bei den „1. German Seamasters“ mit Kanus vom Eckernförder Südstrand 25 Kilometer über die Ostsee nach Schilksee gepaddelt. Mit dabei: Vizeweltmeister Dawid Mocke aus Südafrika.

Es ist ein ungewöhnliches Rennen, denn nur durch Paddeln galt es bei den „1. German Seamasters“ am Sonnabend, die 25 Kilometer lange Strecke von Eckernförde nach Kiel zu bewältigen. Ungewöhnlich sind auch die Boote, von denen 13 eher an ein Auslegerkanu (Outrigger) aus der Südsee, als an ein Paddelboot erinnern, während der Rest der 47 Teilnehmer den Surfski bevorzugten. Ihren Ursprung haben die Outrigger auf Hawaii und der Südsee, die Surfskis kommen aus der Strandrettung Australiens und Neuseelands.

„Es ist in Deutschland noch eine junge Sportart“, berichtet Steffen Burkhardt, Organisator des „1. German Seamasters“ vor dem Start am Eckernförder Südstrand. Deutschlandweit gibt es rund 200 Anhänger dieser Sportart, die sich zurzeit eher auf Binnengewässer tummeln. „So richtig Spaß macht es erst bei ordentlicher Welle von hinten“, schwärmt Burkhardt, Wellen von sechs Metern Höhe, wie man sie von Hawaii oder Australien kennt, bleiben dabei der Traum.

In vier Startklassen wurde gestartet, sowohl im Einer als auch im Zweier, teils gemischt, traten die Athleten gegeneinander an, von denen sich einige schon seit Jahresbeginn intensiv auf das Rennen vorbereitet haben. „Zweimal die Woche so zirka eineinhalb Stunden benötigt man schon, wenn man diese Distanz durchstehen will“, weiß Jana Drewes, die als einzige Frau im Singleoutrigger antrat. Rund 13 Kilo wiegt das unsinkbare Gefährt, mit Klebeband hat die 39-jährige zwei Bananen auf dem flachen Deck festgeklebt, unter dem Sitz klemmt ein kleiner Sack mit Trinkwasser. Alle Teilnehmer haben pflichtgemäß ein Handy sowie einen Seenotsignalgeber mit dabei, damit im Notfall eines der vier Begleitboote herangeholt werden kann. Ausführlich ist die Einweisung zu Beginn, jeder Teilnehmer wurde zur besseren Wahrnehmung auch mit einem orangefarbenen Leibchen ausgestattet.

Ziel der ersten Veranstaltung in Schleswig-Holstein war es, den Sport populär zu machen. Dazu waren Teilnehmer aus ganz Deutschland und auch aus dem Ausland angereist, rund die Hälfte stammt aus dem Binnenland. Als besonderer Teilnehmer gilt Vizeweltmeister Dawid Mocke aus Südafrika, der – zufällig gerade in Deutschland – seine Teilnahme zugesagt hatte.

Schnell waren die Boote in der Ferne verschwunden, auf die Unterstützung einer schiebenden Welle hofften die Teilnehmer vergebens, die alle kurz nach 14 Uhr gestartet, zwischen 16:04 und 16:57 Uhr die Zielposition erreichten. Mit der Bestzeit von 1:52 Stunden erfüllte Mocke naturgemäß die Erwartungen.

Zufrieden zeigte sich am Ende Organisator Burckhardt: „Alle haben bis zum Schluss durchgehalten, auch wenn nach dem Zieldurchgang auf Höhe Bülk die letzten Kilometer gegen den Wind in Richtung Schilksee nochmals viel abverlangten“. Ob der Wettbewerb wiederholt wird, will Burkhard erst einmal überschlafen, zuvor wurde jedoch gemeinsam ordentlich gefeiert.

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erstellt am 12.Mai.2014 | 05:41 Uhr

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