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wohltätige Radtour : Mit dem Fahrrad von der Ostsee nach Neapel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Philipp Schüller und Maurice Bäcker fahren für Amnesty International mehr als 2000 Kilometer. In zwei Wochen wollen sich die beiden auf den langen Weg machen und dabei viele interessante Erfahrungen machen.

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 05:59 Uhr

Von Eckernförde nach Neapel mit dem Fahrrad – dieses Ziel wollen Philipp Schüller (21) und Maurice Bäcker (22) in Angriff nehmen. Mehr als 2000 Kilometer werden sie innerhalb eines Monats zurücklegen, bis sie in der süditalienischen Stadt ankommen. Und das für einen guten Zweck: Während der Tour sammeln sie Spenden für das Projekt „Amnesty in Bewegung“ der Organisation „Amnesty International“, die sich für Menschenrechte einsetzt. Das Thema gehe alle etwas an, begründen sie ihre Entscheidung.

Die Idee für die Abenteuertour ist vor einem Monat entstanden. Schüller wollte immer schon mal „quer durch Deutschland fahren“ und zog seinen Freund mit ins Boot. Bäcker sah sich auf der Suche nach einem Ziel verschiedene Karten an und entschied: Die Reise geht nach Neapel.

Ursprünglich wollten sich die beiden schon am Donnerstag auf ihre Drahtesel schwingen, aber Bäcker hatte einen Unfall und muss wegen einer geschwollenen Hand noch etwa zwei Wochen pausieren. Mitte Mai soll es aber losgehen. Bis dahin haben die jungen Männer noch alle Hände voll zu tun. Sie müssen sich um ihre Ausrüstung kümmern und natürlich die Muskeln trainieren. Außerdem fehlt noch ein Karten-Set für die Routenplanung. Ihre Fahrräder sind schon startklar. „Wir haben gebrauchte Räder gekauft und aufgerüstet“, erklärt Schüller, der sonst Rennrad fährt und für einen Partybeleuchtungsverleih arbeitet. Für Mountainbikes haben sie kein Geld. Sie sind jedoch zuversichtlich, dass sie auf den Drahtesels sicher in Neapel ankommen.

Die erste Etappe steht schon fest: Von Eckernförde aus geht es bis nach Kaltenkirchen, wo Bäcker und Schüller bei einer Bekannten übernachten. Danach geht es an der Elbe entlang über Magdeburg, Leipzig, Nürnberg und Augsburg durch Österreich bis nach Italien. Dort wollen sie in Venedig, Rom und Pompei Station machen, bis es zum Zielort Neapel geht. Rund 100 Kilometer wollen sie jeden Tag zurücklegen – zumindest im Flachland. Eine feste Route haben sie nicht. Bäcker, der als selbstständiger Vertriebspartner für eine österreichische Firma arbeitet, erzählt: „Es wird eine Abenteuertour, wir sind flexibel und passen die Route an die Gegebenheiten an.“ Das gilt auch für die Übernachtungen. Ihre Quartiere werden sie über die Internetseite www.couchsurfing.org suchen. Dort stellen verschiedene Leute Reisenden eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Bäcker hat bereits Erfahrung damit, denn er ist im vergangenen Jahr allein zu seinem Großvater ins südspanische Alicante getrampt. „Man lernt so viele Menschen kennen.“ Und Schüller fügt hinzu: „Außerdem sieht man mehr und kann Abstecher machen.“

Während der Tour werden die zwei Freunde regelmäßig in ihrem Blog berichten, der unter www.onehumanfamily.de auf Deutsch, Englisch, Spanisch und Italienisch abrufbar ist. Für ihre Tour, vor allem aber für die Ausrüstung, suchen die beiden noch Sponsoren und freuen sich über jede Unterstützung.

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