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Handarbeiten für andere : Missionskreis zehn Jahre in fester Hand von Heike Roitzsch

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Propst Sönke Funk und Bürgermeister Jörg Sibbel haben die ehrenamtliche Leistung der St. Nicolai-Missionskreisdamen gewürdigt. In zehn Jahren haben die Teilnehmerinnen 35 000 Euro an Spendengeldern eingenommen. Es wird fleißig weiter gewerkelt.

Eckernförde | Die elf Damen des Missionskreis St. Nikolai haben wieder eifrig genäht, gehäkelt, gestrickt und gebastelt. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens unter der Leitung von Heike Roitzsch an der Seite von Inge Struck hat der Missionskreis am Sonnabend einen Jubiläums-Handarbeitsbasar im Gemeindehaus ausgerichtet.

Die 72-jährige Leiterin bedankt sich bei allen für die Unterstützung. Für insgesamt 35 000 Euro hat der fleißige Kreis seine handwerklichen Arbeiten in den vergangenen zehn Jahren verkauft. Gespendet wurde für bedürftige Kinder aus dem Ausland, aber auch für die Eckernförder Jugendfeuerwehr oder die Albert-Schweizer- und Pestalozzi-Schule. „Und nu is dat Geld wech“, stellte Heike Roitzsch in ihrer trocken-humorvollen Art fest.

Doch der Osterbasar ist ja nicht mehr weit. Sich in der Kirche zu engagieren, sei damals gar nicht so einfach gewesen, erinnert sich die gebürtige St. Peter-Ordingerin: „Als ich mit 28 Jahren nach Eckernförde kam und Anschluss suchte, wollte mich Pastor Stümke nicht haben, weil ich zu jung war. Ein paar Jahre später versuchte ich es wieder, aber Pastor Knaak schickte mich auch weg. Dann bin ich zum Roten Kreuz gegangen. Für den Verein war ich nicht zu jung.“ Zum Glück hätten sich die Zeiten geändert, betont Propst Sönke Funk: „Das würde sich heute keiner mehr trauen. Wir sind dankbar, wenn sich gerade Menschen in jungen Jahren engagieren. Ich danke ihnen für ihr Gottvertrauen, mit dem sie hier gewirkt haben.“

Zu den jüngeren Damen gehört Gaby Carlsen. Die 43-jährige Verwaltungsangestellte schafft es aus beruflichen Gründen zwar kaum, zu den Handarbeitsnachmittagen des Missionskreises zu kommen, faltet aber leidenschaftlich gerne Origami. „Meine Familie ist schon sehr gut versorgt“, sagt die Eckernförderin mit einem Augenzwinkern. „Da ich immer schon gerne hier zum Basar gegangen bin, habe ich gefragt ob ich meine Sachen abgeben kann.“ Heike Roitzsch ist begeistert, denn solche Arbeiten fehlten noch im Angebot.

Bürgermeister Jörg Sibbel hatte noch ein paar weitere Fakten parat: Grund zum Feiern sei nicht nur die zehnjährige Leitung unter Heike Roitzsch, sondern auch, dass sie 30 Jahre zum Missionskreis gehört, der 65 Jahre besteht. „Hier wird eine vorbildliche Leistung erbracht. Sie sitzen nicht nur gesellig beisammen und machen Dinge, die ihnen Spaß machen. Es profitieren ganz viele Menschen davon. Es ist eine ganz wichtige Arbeit zugunsten der bedürftigen Bevölkerung – ein Ausdruck der Barmherzigkeit.“



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erstellt am 17.Feb.2014 | 06:23 Uhr

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