Sportlerin des Jahres : „Miss TSV Owschlag“ gibt immer 100 Prozent

Rückraumspielerin Greta Stolley dirigiert das Spiel des TSV Owschlag.
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Rückraumspielerin Greta Stolley dirigiert das Spiel des TSV Owschlag.

Greta Stolley ist Rückraumspielerin des Handball-Drittligisten TSV Owschlag und von den Leserinnen und Lesern der ECKERNFOERDER ZEITUNG und der LANDESZEITUNG zur Sportlerin des Jahres 2014 gewählt worden.

shz.de von
08. Januar 2015, 06:00 Uhr

Owschlag | Mit dem deutlichsten Vorsprung von allen ist Greta Stolley von den Lesern der Eckernförder Zeitung und der Landeszeitung zur Sportlerin des Jahres 2014 gewählt worden. 43 Prozent der abgegebenen Stimmen in dieser Kategorie entfielen auf die zentrale Rückraumspielerin des Handball-Drittligisten TSV Owschlag.

Bereits mit fünf Jahren hat Greta Stolley mit dem Handballsport angefangen, der sich schnell zur absoluten Nummer eins herauskristallisieren sollte. „Damals bin ich auch noch geritten, doch der Mannschaftssport gefiel mir dann doch besser“, sagt die 29-Jährige. Geburtstage wurden abgesagt, Familienfeste und Verabredungen verlegt und sogar von einer Klassenfahrt nach Neapel ist sie vorzeitig zurückgereist, um kein Spiel zu verpassen. Auch bei den Kreis-, Bezirks- und Landes-Auswahlmannschaften sowie der Jugend-Nationalmannschaft war Stolley mit vollem Elan dabei. Aufgrund ihres Talents und des zusätzlichen Fleißes spielte sie schon als B- und A-Jugendliche bei den Oberliga-Frauen mit. Nebenbei hat sie ihr Abitur gemacht, das Studium durchgezogen und ist heute mit ähnlicher Leidenschaft verbeamtete Lehrerin an der Grund- und Gemeinschaftsschule in Jevenstedt. Für die Erst- bis Viertklässler unterrichtet die in Kiel wohnende Stolley Sport, Mathe, Kunst und Religion und für die ab der fünften Klasse Deutsch, Sport und Religion.

Für ihren Owschlager Coach Rainer Peetz ist sie „nicht nur auf, sondern auch außerhalb des Spielfeldes mein verlängerter Arm. Greta ist ja die ‚Miss TSV Owschlag‘. Als ich vor vier Jahren hier anfing, hing nach den zahlreichen Abgängen alles am seidenen Faden. Greta ist geblieben, obwohl sie zahlreiche Angebote von anderen Vereinen hatte. An ihr haben sich alle anderen Mitspielerinnen aufgerichtet. Man kann sich zu 100 Prozent auf Greta verlassen. Sie gibt alles für den Sport, hat einen tollen Charakter und ist einfach ein Mensch, den man gerne um sich hat.“

In eine ähnliche Richtung schlägt auch Mutter Angelika: „Greta ist bodenständig. Sie hat zwar manches Mal bei Angeboten aus der Bundesliga überlegt und hätte vielleicht auch gewechselt, doch dann drohte ihre Owschlager Mannschaft auseinanderzubrechen und sie blieb ihrem Heimatverein TSV weiterhin treu. Heute ist sie in ihrem Beruf glücklich und sehr froh, dass sie in ihrer bisherigen Handball-Laufbahn keine monatelangen Verletzungen ertragen musste.“

Greta Stolley würde es gut finden, wenn es in Zukunft vielleicht eine Spielgemeinschaft mit Kropp geben könnte – und zwar nicht, weil ihr Freund Lars dort Lehrer ist: „Dann wäre die 2. Bundesliga ein realistisches Ziel.“ Als Höhepunkte ihrer bisherigen Karriere nennt Stolley die Nominierung zur B-Jugend-Nationalmannschaft und das Finale des Thy-Cups vor 3000 Zuschauern. „Die Wahl zur Sportlerin des Jahres macht mich sehr glücklich, gerade als Handballerin. Schön fand ich auch, dass viele Schüler für mich angerufen haben.“

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