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Eckernförder Zeitung

20. Oktober 2017 | 08:10 Uhr

Miss Eckernförde kommt aus Kiel

vom

Acht Teilnehmerinnen bei der Miss-Wahl im K7 / Auch Kandidatinnen aus Eckernförde und Goosefeld / Siegerin nimmt am Landesentscheid teil

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2013 | 03:59 Uhr

eckernförde | "Ihr lauft immer zu zweit. Und nicht zögern oder gucken, wo die andere ist. Ihr seht das im peripheren Gesichtsfeld, die andere kommt schon hinterher." Vanessa "Lille" Reder, in ihren High Heels gefühlte 186 Zentimeter groß, gibt den Mädchen im K7 noch ein paar letzte Tipps, bevor sie sich dem Publikum zur Miss-Eckernförde-Wahl 2013 präsentieren.

Acht Mädchen haben sich beworben, um mit Glück als Siegerin bei der Landeswahl Schleswig-Holstein dabei zu sein. Reder ist selbst Miss-Wahl-erfahren und hoch dekoriert. Sie wurde 2012 - damals noch blond - Miss Schleswig-Holstein, sieht sich nun als Betreuerin, als kleine Schwester der Eckernförder Kandidatinnen und versucht, auf allen Veranstaltungen der Miss Germany Corporation in Schleswig-Holstein dabei zu sein. Sie berät und hilft, sie demonstriert die richtige Haltung und den korrekten Gang später vor der Jury: "Nicht wie auf dem Laufsteg, langsamer. Und die Nummer haltet ihr so, nicht so, Ihr seid keine Nummerngirls."

Rudi Köhlke, Regionaldirektor der Miss Germany Corporation, im Sommer zu den Urlaubswahlen auf "Bädertournée", ist ein Profi. Bei rund 200 Miss-Wahlen im Jahr ist er fast jeden zweiten Tag in einer anderen Stadt, garantiert er einen reibungslosen Ablauf, sorgt für Licht, Ton, Bühne, Choreografie, Moderation, kümmert sich um die Kandidatinnen, weist die Jury ein. Er begleitet die spätere Miss Germany ins Ausland und weiß aus Erfahrung: "Je größer die Mädchen sind, desto besser. Aber: Es gibt auch Ausnahmen." Und erzählt von dem Mädchen, das mit 1,62 Metern eine Miss-Germany-Wahl gewann, zu der sie erst gar nicht antreten wollte. Der Größe wegen.

Die gleichen Zweifel vor der Miss-Europe-Wahl in Finnland - zu der sie erst gar nicht antreten wollte, die sie aber dann ebenfalls gewann.

Alina, Christina, Vivien, Silja, Rebecca, Lena, Janina und Mira machen sich fertig, ziehen sich um, wirken entspannt - eine Atmosphäre wie unter Freundinnen. Köhlke registriert die Verwandlungen, hat bereits eine Idee, wer Favoritin des Abends sein könnte. "Da hat man nach so vielen Jahren ein Gefühl dafür."

Als es Mitternacht losgehen soll, die Mädchen im Alter von 16 bis 24 Jahren vielleicht schon etwas Herzklopfen bekommen, ist das K7 noch so gut wie leer. Ein paar versprengte Zuschauer spenden Beifall für Mut und Auftreten, zwei angeheiterte Heinis machen Lärm für zehn. Egal, die Jury ist vollzählig angetreten, die Wahl kann beginnen.

Rudi Köhlke moderiert, als stünde er vor 1000 Leuten, befragt die Mädchen, die sich im ersten Durchgang im peppigen Kleid präsentieren, nach Hobbys und Beruf. Auffallend: Die Kandidatinnern haben Abi oder stehen kurz davor, sie planen ein Studium oder studieren bereits und wissen sich zu präsentieren. Die Sorge von Eltern, dass eine ihrer Töchter einem windigen Manager mit Minipli - sollte es diesen Typus im Dunstkreis von Geld und schönen Mädchen noch geben - verfallen könnte, scheint unbegründet.

Siegerin des Abends wird nach dem zweiten Durchgang in Bademode Silja Spiekermann aus Kiel. Das Hobby der Studentin (Englisch und Sport) scheint sie für eine Filmrolle zu prädestinieren, arbeitet sie doch im Sommer als Rettungsschwimmerin. Vize-Miss wurde Vivien Goumaris aus Straelen, dritte wurde Alina Storck aus Goosefeld. Es gab auch Mädchen an diesem Abend, die weder einen Titel noch Tablet PC, Zahn-Bleaching, Tageskarten für den Europapark Rust oder Schmuck gewonnen haben. Aber wie sagte Christina von der Osten, Eventmanagement-Studentin und Fallschirmspringerin, vorher? "Man hat nix zu verlieren, man kann nur dazulernen."

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