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unklare verkehrsverhältnisse : Minikreisverkehrsplatz an der Eiche geplant

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Gemeinde will Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für B-Plan-Gebiet Nr. 23 auf den Weg bringen. Ansonsten wird eine unkontrollierte Bauweise von Investoren befürchtet.

Dänischenhagen | Die Aussprache über die mögliche Überplanung der Verkehrsführung im schwierig überschaubaren Bereich rund um die Eiche in Dänischenhagen war am Montag zentrales Thema im Bau- und Umweltausschuss Dänischenhagen. Stadtplaner Hajo Wedemeier stellte in Vertretung für Oliver Kühle mögliche Varianten vor, wie die Verkehrssituation unter Berücksichtigung des denkmalgeschützten Baumes in Zukunft aussehen könnte.

Die plausibelste Lösung für die Planer: ein Minikreisverkehrsplatz. „Auf diese Weise könnten wir eine bessere Eindeutigkeit des Verkehrs schaffen, an den Straßenübergängen drum herum könnten Zebrastreifen entstehen, die einen Fußgängervorrang schaffen würden“, erklärte Wedemeier.

Raumgewinnend könne an dieser Stelle aufgrund der Eiche nicht eingegriffen werden. Der Minikreisverkehr sei die beste Lösung. Vor allem Peter Backen (CDU) sah das anders: „Das Ganze hier ist eine Diskussion im Sandkasten“, betonte er und verwies dabei auf die Tatsache, dass die Kosten für die Umsetzung eines Minikreisplatzes – die sich nach Schätzung der Stadtplanung immerhin auf eine halbe Million Euro belaufen – von der Gemeinde selbst getragen werden müssten.

Auch Grünbelange wurden in der Sitzung thematisiert. Freiraum- und Landschaftsplaner Bernd Matthiesen bestätigte den Lösungsvorschlag eines Minikreisels auch aus umweltschützender Sicht. Für die Eiche bedeute diese Variante den geringsten Schaden, ihr Wuchsbereich würde sogar vergrößert.

Im Hinblick auf den gesamten Bebauungsplan Nr. 23 für das Gebiet südlich der Dorfstraße für Hausnummer sechs bis 12 und östlich der Mühlenstraße für Hausnummer eins bis drei verwies Matthiesen noch einmal auf die Schwierigkeit weiterer geschützter Bäume, die die Planungen beeinflussen – Linden und Buchen stünden dicht am Mauerwerk der ehemaligen Gaststätte „Zur Eiche.“

Aufgrund der noch zu klärenden Verkehrsverhältnisse im Bereich der Eiche war es in der Sitzung des Bauausschusses am Montag noch zu keiner Beschlussempfehlung zum Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für das Gebiet gekommen. In der anschließenden Gemeindevertretung sprach man sich mehrheitlich dafür aus, die Verkehrssituation vorerst außen vor zu lassen und sich schnellstmöglich auf einen Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für das Gebiet zu konzentrieren. Bauausschussvorsitzender Tim Gabrys teilte unserer Zeitung gestern mit, der Termin für die nächste Bauausschuss- und Gemeindevertretersitzung, bei dem der entsprechende Beschluss gefasst werde, sei für den 28. Mai vorgesehen.

Bürgermeister Wolfgang Steffen fand sehr deutliche Worte: „Wenn wir nicht bald einen Bebauungsplan haben, können dort Investoren bauen, wie sie wollen“, warnte er.

In der Gemeindevertretung wurde noch einmal deutlich: Die Mehrheit will den Gasthof mit Saal erhalten, die insgesamt 18 Wohneinheiten um die ehemalige Gaststätte sollen in Form von barrierefreien Mehrfamilien- oder Reihenhäusern genutzt werden.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung sowohl bei der Sitzung des Bauausschusses als auch in der Gemeindevertretung: Der Bebauungsplan Nr. 21B für den Bereich nordöstlich, östlich sowie südlich des Verbrauchermarktes an der Scharnhagener Straße, nördlich der Paul-Schröder-Straße , westlich der Dorfstraße und Strander Straße. Der im Bauausschuss formulierte Antrag einer Verlängerung der Veränderungssperre für dieses Gebiet wurde in der Gemeindevertretung mehrheitlich befürwortet. Die Überplanung des großen Geltungsbereichs Nr. 21B stieß gestern Abend in der Sitzung immer wieder auf große Kritik. „Das Geld können wir sehr gut an anderer Stelle gebrauchen“, äußerte sich Bürgermeister Wolfgang Steffen. Am Ende wurde entschieden: der große Geltungsbereich bleibt. Was das Eckgrundstück des Bebauungsplanes Nr. 21B westlich der Scharnhagener Straße, südlich des Julius-Fürst-Weges und nördlich des Verbrauchermarktes an der Scharnhagener Straße betrifft, schlug Bauauschussvorsitzender Tim Gabrys vor, hier zwei einstöckige Häuser, ein Einzel- und ein Doppelhaus, mit maximal acht Metern Höhe und einem Satteldach entstehen zu lassen – dem wurde zugestimmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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