Millionenschwere Sanierung

porträt kühl 1

Rekord bei Erwerbstätigen

von
27. Januar 2018, 06:18 Uhr

Der Bauausschuss am Donnerstagabend war wie ein Schmelztiegel kontrovers diskutierter Themen – von der umstrittenen Hotelansiedlung am Exer über die Stadthallensanierung bis zum Reizthema Parkplätze und noch einiges mehr. Kommt so geballt auch eher selten vor und führt zwangsläufig dazu, dass man sich an solchen Abenden nichts anderes vornehmen sollte, denn die Diskussionen sind meist abendfüllend – nicht jeder versteht alles beim ersten Mal, es wird auch gerne mal detailversessen abgeschweift, und die argumentativen Widerborstigkeiten sind inzwischen Teil der Eckernförder Polit-Kultur. Wie erfrischend und erhellend sind da doch so manche Vorträge externer Experten wie der Stadthallen-Projektsteuerer. Zack, zack, zack, ein Ding nach dem anderen kurz, präzise und verständlich abgearbeitet. Dass Lenschow und Dabringhausen es geschafft haben, die Stadthallensanierung „in vier Monaten um zwei Millionen Euro teurer“ zu machen, wie der Bauausschussvorsitzende Thorsten Peuster (SSW) spitzfindig anmerkte, war natürlich ein Scherz. Weniger lustig war der Inhalt. Die Vorplanung hat etliche Schwächen und Nachlässigkeiten der Energetischen Studie entlarvt, die bisher mit einem Sanierungsaufwand von 3,4 Millionen Euro daherkam. Nun wird’s fast das Doppelte, wie übrigens schon 2014 vom Bauamt ermittelt.

Jetzt ist die Politik gefragt, und zwar schnell. In vier Wochen soll die Entscheidung stehen: Sanierung trotz des Millionenaufschlags, abreißen und neu bauen oder doch noch eine Kombi mit einem Luftschloss namens Kino?

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen