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Neues Sportzentrum : Millionen-Projekt steigert Gettorfs Attraktivität

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Die Eröffnungsfeier des Sportzentrums für August 2016 geplant.

Gettorf | Durch die großen Fensterfronten fällt warmes Licht in den weitläufigen Gastronomiebereich des neuen Sportzentrums, wo in etwas mehr als acht Monaten bereits sportbegeisterte Bürger bei einem erfrischenden Mineralwasser oder einem kühlen Bier sitzen werden. Von hier und dem angrenzenden Mehrzwecksaal mit noblem Eichenparkett haben Besucher den perfekten Panoramablick auf sämtliche Sportanlagen des Gettorfer Sport Clubs (GSC) und der angrenzenden Isarnwohld-Schule.

Pünktlich zum Jahreswechsel konnten weitere Etappen der Bauarbeiten abgeschlossen werden, so dass 2016 vermehrt die kleinen Details im Mittelpunkt stehen. „Anfang Januar kann die Verwaltung des Sportvereins schon in ihre neuen Büroräume ziehen“, freut sich Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD). In der ersten Februar Woche beginne dann das Training der Fußballer auf dem Kunstrasen, so der Bürgermeister, der sich in allen Phasen für das in der Geschichte der Gemeinde bisher kostspieligste Projekt engagiert hat.

Das neue Sportzentrum in der Süderstraße hat insgesamt zwei Plätze mit Kunstrasen, der alle 20 Jahre erneuert werden muss. Das reguläre Spielfeld kann im Gegensatz zum Jugendfeld mit Wärme aus der Biogasproduktion geheizt werden. Unter dem grünen Belag verlaufen 28 Kilometer Rohre, durch die die Wärme, die bei der Gasproduktion auf Hof Laß in Tüttendorf als Nebenprodukt entsteht, geleitet wird.„Man kann sich das in etwa so vorstellen wie die Fußbodenheizung zu Hause. Durch diese nette Ergänzung entstehen für die Gemeinde aber keine Kosten“, betont Baasch.

Auch die Schüler der Isarnwohld-Schule profitieren von der neuen Anlage in der direkten Nachbarschaft, denn auch sie dürfen den Kunstrasen im Sportunterricht nutzen. Außerdem sind 300 neue Parkplätze entstanden, die die Schüler und Lehrkräfte im Schulbetrieb nutzen können.

Insgesamt pendeln sich die Kosten des neuen Sportzentrums bei rund 5,5 Million Euro ein. „Das mag für einige Skeptiker nach viel Geld klingen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier nachhaltig in die Zukunft investieren und Gettorfs Attraktivität maßgeblich steigern“, betont der Bürgermeister.

Um dauerhaft Kosten zu senken und ökologisch zu handeln, wurde unter anderem im Außenbereich ein Mittelspannungs–Trafo für 55  000 Euro installiert, mit dem 20 Prozent der Stromkosten eingespart werden können. In neun bis zehn Jahren wird auf diese Weise die Anschaffungssumme ausgeglichen sein. „Außerdem haben wir einen eigenen Brunnen ausgehoben, mit dem wir fast kostenlos Wasser aus einer Tiefe von 84 Metern fördern werden. Die einzigen Ausgaben entstehen durch den Stromverbrauch der Pumpe im Schacht“, sagt Jürgen Baasch.

Die weiteren Baumaßnahmen sollen sich nun verstärkt auf den Multifunktionsplatz gegenüber der einladenden Sonnenterrasse des Hochbaus konzentrieren. Wo jetzt noch Sand und Baumaterial liegen, soll in naher Zukunft ein Areal entstehen, das von den Speedskatern für ihr Training genutzt werden kann und sich auch für Meisterschaften eignet. Auf der freien Fläche in der Mitte sollen die Hockeyspieler und Basketballer auf ihre Kosten kommen. „Wir möchten dort mobile Körbe aufstellen“, so der Bürgermeister. Auch die für jeden zugänglichen Outdoor-Fitness-Geräte und die überdachte Tribüne mit Schallschutztechnik sollen im Frühjahr ihren Platz finden. Für die Tribüne müssen allerdings noch die alten Garagen an der Schulsportanlage weichen. Die baulichen Arbeiten an dem umfangreichen Projekt haben bereits im März des vergangenen Jahres begonnen. Im Juli konnte das Richtfest für den transparenten Hochbau gefeiert werden.

Auch der Gastronomiebereich soll bald eine entsprechende Theke erhalten. „Bisher sind wir noch auf der Suche nach Betreibern“, heißt es von Seiten des Bürgermeisters. Es habe zwar schon Verhandlungen gegeben, allerdings wolle man den Januar noch abwarten und neue Bewerber auch gerne zum Gespräch einladen.

Teilfinanziert wird das neue Zentrum über den Verkauf der Wohnbaugrundstücke auf dem Gelände des alten Sportplatzes am Ringweg, der im März offiziell geschlossen werden soll. Allerdings gibt es Überlegungen, das alte Vereinsheim des GSC nach einigen Umbauarbeiten vorübergehend als Kindertagesstätte zu nutzen. „Der Bedarf in Gettorf ist enorm - das hat uns auch eine unverbindliche Umfrage unter den Eltern gezeigt“, so Jürgen Baasch. Zusätzlich zu den Umbauten soll im März auf dem Gelände des alten Sportplatzes mit den Bauarbeiten für einen neuen Kindergarten begonnen werden, so dass den Bürgern in Zukunft zwei weitere Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder zur Verfügung stehen. Für das Neubaugebiet, in dem Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen sollen, gibt es bereits jetzt mehr Anfragen als freie Grundstücke. Der Bürgermeister führt dies auf die attraktive Lage zwischen Kiel und Eckernförde zurück.

Auch auf dem Gelände der alten Speedskating-Bahn an der Kieler Chaussee soll weiterer Wohnraum entstehen – möglicherweise unter anderem in Form von Sozialwohnungen. „Der Wunsch nach bezahlbaren Wohnungen ist besonders groß“, so der Bürgermeister.

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