Millimeterarbeit mit 73 Tonnen

73 Tonnen wiegt die neue Maschine. Mit einem neunachsigen Tieflader wurde sie in dieser Woche bei der Wittenseer Quelle im Mühlenweg angeliefert.
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73 Tonnen wiegt die neue Maschine. Mit einem neunachsigen Tieflader wurde sie in dieser Woche bei der Wittenseer Quelle im Mühlenweg angeliefert.

Neue Reinigungsmaschine für das Unternehmen „Wittenseer Quelle“ / Anlage wäscht 30 000 Flaschen pro Stunde

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24. Oktober 2018, 17:26 Uhr

Das war Millimeterarbeit, zwischen Tor und Maschine passte nicht mehr viel, ein falscher Handgriff der Kranführer und es hätte ordentlich gescheppert. Entsprechend akribisch waren die Vorbereitungen vom Team der Wittenseer Quelle, um den 73 Tonnen schweren Stahlkoloss, die neue Flaschenreinigungmaschine, ohne Schrammen in die Produktionshalle des Getränkeherstellers zu manövrieren. Zwei Spezialfahrzeuge, ein 130-Tonner und ein 250-Tonner hatten die gebrauchte, aber komplett generalüberholte Riesenreinigungsmaschine aus Niedersachsen nach Groß Wittensee transportiert.

Für den Einbau vor Ort wurde die Fassade der 1995 errichteten Halle geöffnet. Zu diesem Schritt entschied man sich auch schon vor elf Jahren, als das Vorgängermodell eingebaut wurde.

Und wegen ihrer Größe von gut 20 mal 7,30 mal 5,60 Meter war die anschließende Installation der neuen Maschine nicht ganz unproblematisch. „Das war viel Fleißarbeit, um die Maschine in der Halle auf eigene Füße zu stellen“, betonte Geschäftsführerin Sabine Blunck. Bis in den frühen Abend dauerten die Arbeiten vor und in der Halle, die auch viele Schaulustige aus dem Ort anlockten. „Die Maschine musste genau in Position gebracht und langsam abgesenkt werden“, berichtete Projektleiter Lutz Wansner. Vor der Halle sei der Boden durch das Gewicht der Maschine leicht abgesackt, so dass die 73 Tonnen schließlich bergauf gezogen werden mussten. Das erschwerte den Einbau.

Bereits vor der Anlieferung stellte die Flaschenwaschmaschine die Wittenseer Quelle vor große Herausforderungen. Denn sowohl der Ausbau der alten Technik als auch der Einbau der neuen kostete Zeit und stoppte die Produktionsabläufe. „Wir haben mehrere Wochen vor der Anlieferung mit der Vorproduktion begonnen“, so Sabine Blunck. Statt der üblichen zwei Schichten wurden rund um die Uhr Flaschen abgefüllt, damit es zu keiner Durststrecke für die Liebhaber des Wittenseer Sprudels kommt.

So groß die Maschine ist, so effizient ist sie auch: Bis zu 30 000 Glasflaschen werden hier pro Stunde hygienisch gereinigt. „Der Reinigungsvorgang pro Flasche dauert etwa 20 Minuten“, sagte Sabine Blunck unserer Zeitung. Gegenüber der alten Maschine, die Stück für Stück zerlegt und so noch zu Geld gemacht wird, ist die Neuanschaffung deutlich sparsamer beim Wasser- und Stromverbrauch. Für den morgigen Freitag ist ein Probelauf der neuen Reinigungsmaschine geplant.

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