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Eckernförder Zeitung

17. Dezember 2017 | 17:23 Uhr

Metal Gear Rising: Revengeance

vom

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Eckernförde | Seit nun fast einem Monat schneiden sich Fans von "Metal Gear Rising: Revengeance" durch die Zukunft. Eine Zukunft voller Cyborgs, Terroristen, Söldnern und intellektuell überlegenen Cyberhunden. Die Fortsetzung der erfolgreichen Metal-Gear-Serie legt der Stardesigner Hideo Kojima in die Hände des japanischen Studios Platinum Games und geht damit ein gewagtes Experiment ein. Ein Experiment, das verblüfft und überzeugt.

Der EZ-Jugendredakteur Tom Schliemann hat mit Dominik Kaufmann über seine Spielerlebnisse mit dem neuem Cocktail aus Shooter und rasanter Action gesprochen.

Man kommt relativ schnell hinter die Story, auch wenn man zuvor noch keine Erfahrungen mit den Vorgängern der Serie gesammelt hat. Terroristen versuchen, die durch Sozialprogramme und kriegsmeidende Politik "zu gut gewordene" Welt, in Schutt und Asche zu legen aus Angst, ihre Haupteinnahmequelle - Waffen - zu verlieren und in den Ruin zu stürzen. Da sie keine Lust auf Sozialarbeit und Mindestgehalt haben, stürzen sie sich lieber - mit der Tüchtigkeit und Feinmotorik eines Grubenarbeiters des 17. Jahrhunderts - auf die Guten. Da das Ganze in der Zukunft spielt, fehlt es auch nicht an hausgroßen Cyborgs und intellektuell überlegenen, mit Kettensägen bestückten Roboterhunden.

"Es ist alleine ein großartiges Gefühl, eine Melone im Tutorial realitätsgetreu in tausenden saftige Stücke zu zerteilen", erinnert sich Dominik. Ein Minuspunkt ist allerdings die Kameraführung, welche manchmal nervig und hinderlich die Sicht auf das Spielgeschehen verhindert. Mit ein bisschen Übung kommt man aber auch hinter dieses Problem.

Trotz der zum Teil langen Dialoge über das Interface mit dem Team der Hauptperson, kann man sich mit ihnen nicht komplett identifizieren. Die langen Filmsequenzen fallen nicht negativ auf und geben der Story an den richtigen Stellen die nötige Dramatik. Bei der Quantität und Qualität der vielen Anrufe des Teams würde einen nicht wundern, wenn auch die Freundin als Nächstes anrufen würde und sich über die Notwendigkeit neuer Vorhänge in der gemeinsamen Wohnung auslassen würde.

Als Fazit ist zu sagen, dass "Metal Gear Rising: Revengeance" mit seinen coolen, aber auch harten Bosskämpfen, dem gut gelungenen Blade-Mode und der Variation im Spiel ein gelungenes Experiment geworden ist. Auch die Aufarbeitung von Themen, wie Kindersoldaten und Kriegsprofitgier, überdecken die Schwächen des Spiels.

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