Ehrenamtsbüro : Mensch und Ehrenamt passgenau im Einklang

Ansprechpartner für das neue Ehrenamtsbüro sind Hans-Peter Steffensen und Simone Staack-Simon, die Schirmherrschaft hat  Bürgermeister Jörg Sibbel übernommen (vorn, v.r.). In der Arbeitsgruppe  „Förderung des ehrenamtlichen Engagements“ waren Sandra Pagel (Förde Sparkasse), Hans Bieniossek (Tandem), Wolfang Bachor (Rotes Kreuz), Irmgard Bieniossek (Tandem) Marianne Schmidt (Tafel), Anke Braun (Beirat für Menschen mit Behinderung) und Reinhard Schmidt (Tafel, hinten, v.l.).
Ansprechpartner für das neue Ehrenamtsbüro sind Hans-Peter Steffensen und Simone Staack-Simon, die Schirmherrschaft hat Bürgermeister Jörg Sibbel übernommen (vorn, v.r.). In der Arbeitsgruppe „Förderung des ehrenamtlichen Engagements“ waren Sandra Pagel (Förde Sparkasse), Hans Bieniossek (Tandem), Wolfang Bachor (Rotes Kreuz), Irmgard Bieniossek (Tandem) Marianne Schmidt (Tafel), Anke Braun (Beirat für Menschen mit Behinderung) und Reinhard Schmidt (Tafel, hinten, v.l.).

Viele Menschen haben Lust auf ein Ehrenamt, wissen aber nicht genau auf welches. Das neue Ehrenamtsbüro im Rathaus erstellt persönliche Profile und vermittelt gezielt die passenden Tätigkeiten.

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05. März 2014, 05:41 Uhr

Das Ehrenamt steht auf der roten Liste: Immer mehr Vereine und Verbände spüren Probleme, Vorstandsposten zu besetzen oder Mitstreiter für die gute Sache zu finden. Dabei ist das Interesse in der Bevölkerung, ein Ehrenamt zu übernehmen, durchaus vorhanden. Nur die Voraussetzungen haben sich geändert.

Und da das Ehrenamt in Eckernförde einen hohen Stellenwert genießt, hat das Rathaus reagiert und gestern das Ehrenamtsbüro in den Räumen des Lokalen Bündnisses für Familie (Raum 037.2) eröffnet. Dort haben sich schon 21 Vereine und Verbände aus Eckernförde registrieren lassen, die sich stets über Zuwachs freuen. Wer sich also gern engagieren möchte, kann einen Termin abmachen. „Wir erstellen dann ein Profil von jedem Interessenten mit seinen Wünschen, Fähigkeiten und Kenntnissen“, erklärt Simone Staack-Simon vom Lokalen Bündnis für Familie. Der Computer sucht daraufhin automatisch passende Ehrenämter in Vereinen und Institutionen.

Die Datenbank wird in den kommenden Wochen noch wachsen, sagt Simone Staack-Simon: „Es haben sich noch mehr Vereine angemeldet.“

Unterstützung erhält die städtische Angestellte von Hans-Peter Steffensen. Der Eckernförder war vor einigen Monaten ins Rathaus gekommen und hatte gefragt, wie er sich ehrenamtlich engagieren könne. Er wurde gleich für die neue Aufgabe im Ehrenamtsbüro eingesetzt.

Die Schirmherrschaft über das Projekt hat Bürgermeister Jörg Sibbel inne. „Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Pfeiler unserer Gesellschaft“, sagt er. Die Bereitschaft zum Engagement sei bei vielen Menschen vorhanden. „Unsere Aufgabe ist es, die Menschen und Institutionen zusammenzubringen und die Nachfrage zielgenau zu bedienen.“

Deshalb hat sich vor einiger Zeit eine Arbeitsgruppe mit Vertretern unterschiedlicher Einrichtungen wie der Tafel, dem Roten Kreuz, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, der Tandem-Seniorenbetreuung und der Förde Sparkasse gegründet.

Mit dem neuen Angebot soll unter anderem den veränderten Anforderungen an ein Ehrenamt Rechnung getragen werden. Zum Beispiel der Tatsache, dass die Ehrenamtlichen aufgrund der veränderten Arbeitswelt immer älter werden. „Mit 60 Jahren ist man heute ein Teenager im Ehrenamt“, sagt Wolfgang Bachor, Vorsitzender des Roten Kreuzes in Eckernförde. Die Menschen möchten sich zudem nicht mehr so gern kontinuierlich binden, sondern projektartig arbeiten.

Das neue Ehrenamtsbüro macht das möglich. Wer Interesse hat, kann unter Tel. 710-501 oder per E-Mail an simone.staack-simon@stadt-eckernfoerde.de eine kostenlose und unabhängige Beratung abmachen.

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