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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 04:00 Uhr

Leichtathletik : Meisterlich geflogen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Altenholzer Hochspringerin Selina Schulenburg ist dank einer persönlichen Jahresbestleistung in Neubrandenburg zur Goldmedaille bei den Deutschen U20-Meisterschaften gesprungen.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2015 | 06:00 Uhr

Neubrandenburg | Das Altenholzer Hochsprung-Ass Selina Schulenburg hat sich bei den 47. Deutschen Hallen-Leichtathletik-Meisterschaften der U20 in Neubrandenburg einen großen Traum erfüllt. Sie gewann mit übersprungenen 1,81 m, die sie gleich im ersten Versuch meisterte, ihre erste Deutsche Meisterschaft. Bereits im vergangenem Jahr wurde sie mit 1,79 m hinter Fenja Krohn (LG Elmshorn), die diesmal nicht am Start war, Vizemeisterin.

Damit aber war jedoch keinesfalls klar, das die Altenholzer Schülerin, die noch der U18 angehört, die Meisterschaft gewinnen würde, denn die Konkurrenz war von hoher Qualität – unter anderem mit der vorjährigen U20-WM-Teilnehmerin Leonie Reuter vom TV Rheinzabern. „Alles was gegenwärtig in dieser Altersklasse unter den Top-Ten in Deutschland zu finden ist, war am Start“, erklärt TSV-Trainer Karsten Ralfs.

„Dass ich Deutsche Meisterin geworden bin, hat mich schon überrascht, denn ich kam diesmal nicht so gut in die Hallensaison hinein. Im Laufe der Zeit habe ich mich jedoch steigern können. In Neubrandenburg habe ich einfach alles auf mich zukommen lassen und mich nur auf meine Sprünge konzentriert“, beschreibt die 16-Jährige ihren DM-Höhenflug. Nach sieben Sprüngen war der erste Deutsche Meistertitel perfekt. Überhaupt war es für die Schleswig-Holsteinerin der perfekte Wettkampf. Leicht und locker meisterte sie 1,64 m und 1,68 m jeweils im ersten Versuch. 1,72 m im zweiten Versuch. Bei den Höhen 1,75 m, 1,78 m und 1,81 m war sie nicht mehr zu halten. Je höher desto besser. Das war der Titel – die Freude riesengroß. Es war ein Stück harte Arbeit, was Schulenburg allerdings keinesfalls so empfand. Für sie bedeutet Wettkampf einfach Spaß haben an der Leistung. Das gilt gerade, wenn es eng wird. In Mona Gottschämmer (TV 1861 Neu-Isenburg) gab es eine starke Konkurrentin. Sie meisterte alle Höhen – bis auf 1,78m – im ersten Versuch. „Das habe ich zwar registriert, doch das hat mich nicht nervös gemacht“, sagt Schulenburg ohne große Aufregung.

„Das war von Selina ein toller Wettkampf auf hohem Niveau. Wieder einmal hat sie bewiesen, dass sie unter Druck in der Lage ist, ihre beste Leistung abzuliefern. Das ist eine große Stärke von ihr“, lobt Ralfs die Wettkampfführung seines Schützlings. Für ihn war nach den norddeutschen Titelkämpfen in Berlin, die Schulenburg mit 1,76 m gewann, klar, dass sein Schützling bei den Deutschen noch etwas drauf packen konnte – und so kam es dann auch. Die Souveränität des Auftritts seines Schützlings hat jedoch auch ihn ein wenig überrascht.

Das nächste Ziel hat sich Schulenburg, die eine Einladung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes für einen U20-Länderkampf in Frankreich gegen Frankreich erhielt, auch schon gesetzt: Die Teilnahme an der U18-WM in Kolumbien.

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