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Meister der 3. Liga : Meister-Ehrung für TSV-Handballer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Auch im letzten Spiel der Saison kann die Drittliga-Mannschaft nicht mehr von Platz eins gestürzt werden / Verzicht auf Aufstieg

Nach einer großartigen Saison hat sich die 1. Männermannschaft des TSV Altenholz vorzeitig die Meisterschaft in der 3. Handball-Bundesliga gesichert. Auch eine Niederlage im letzten Spiel der Saison am kommenden Sonnabend auswärts gegen die SG Flensburg-Handewitt II könnte den Wölfen, wie sie sich nennen, nichts mehr anhaben. Für die Gemeinde Altenholz ein guter Grund, die Mannschaft zu einer kleinen Feierstunde mit Ehrung ins Rathaus einzuladen.

Es sei ihnen eine besondere Ehre und Freude, die Glückwünsche zur Meisterschaft überbringen zu dürfen, betonten Altenholz‘ Bürgermeister Carlo Ehrich und Bürgervorsteher Wolfgang Weiß. Mannschaftskapitän Kjell Köpke nahm die Urkunde entgegen, es gab Bier und ein Büfett. Zur Mannschaft gehören Stephan Hampel, Tom Landgraf und Fynn Malte Schröder im Tor, Ole Diringer, Tommy Fängler, Lucas Firnhaber, Sebastian Firnhaber, Timon Kaminski, Jonas Ottsen, Patrick Starke, Mathis Wegner und Alexander Williams im Rückraum, Malte Abelmann-Brockmann, Thies Bergemann, Jannick Boldt und Malte Voigt auf Außen sowie Kjell Köpke am Kreis. Trainer sind Mannhard Bech und Mirko Baltic.

Aufsteigen in die 2. Liga, wozu die Meisterschaft berechtigt, werden die Wölfe aus finanziellen Gründen jedoch nicht. Die nächste Saison bedeutet Veränderungen. Mannhard Bech hört als Trainer auf, Mirko Baltic wird neuer Chef-Trainer und Christian Sprenger, der seine Spielerkarriere beim THW Kiel beendet und Jugendkoordinator beim THW Kiel wird, übernimmt das Amt des Co-Trainers. Bürgermeister Carlo Ehrich verriet in seiner Ansprache, dass es auch für ihn ein ganz großer Moment gewesen sei, als ihn am 22. April um halb zehn Uhr abends die Nachricht erreichte, dass die Männermannschaft vorzeitig Meister geworden sei. Der direkte Verfolger, die HSG Nord HU, hatte in Braunschweig verloren. Nicht nur beim letzten Heimauftritt der Wölfe gegen den VfL Potsdam habe man auf den Zuschauerrängen spüren können, welch moralischer Charakter in der Mannschaft stecke. Nach einem klassischen Fehlstart legte sie noch einen 43:40-Sieg hin. „Ihr habt uns viele emotionale Momente in der Edgar Meschkat-Halle geliefert“, dankte der Bürgermeister der Mannschaft. „Wir haben 15 Heimsiege erleben dürfen. Ihr habt mehr als 1000 Tore geworfen.“

Sein Dank ging auch an das Trainer- und Betreuerteam: „Was Sie aus der Mannschaft geformt haben, das ist schon sehr imponierend.“ Meister geworden und doch kein Aufstieg in die 2. Liga. Das sei eine vernunftorientierte Entscheidung, die er nachvollziehen könne, fügte der Bürgermeister an.

„Wir als Gemeinde sind auf jeden Fall sehr, sehr stolz auf die Mannschaft. Sie tragen den Namen unserer Gemeinde in die Handballszene.“ Es sei eine ganz tolle Saison gewesen, lobte auch Bürgervorsteher Wolfgang Weiß, der früher selber einmal im Handballtor stand. „Ich hoffe, dass die verbleibende Mannschaft in der nächsten Saison genauso gut dasteht und das Publikum in der Halle begeistert.“

Sönke Bergemann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit im Verein und Geschäftsführer der Team Handball Altenholz GmbH, die sich die gemeinsame Nachwuchsförderung mit dem THW Kiel auf die Fahnen geschrieben hat, begründete auf Nachfrage noch einmal die Entscheidung gegen den Aufstieg. Der momentane Etat betrage 300  000 Euro. Notwendig wären dafür 450  000 Euro. 150  000 Euro fehlten also. „Die haben wir einfach nicht“, betonte der Geschäftsführer. In der 2. Liga müsse man bis nach Saarlouis ins Saarland oder nach Konstanz in Baden-Württemberg fahren. Das seien Kosten. „Ja, wir wollen langfristig in die 2. Liga“, bekräftigte er. „Aber es muss eine solide Finanzierung geben.“

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