„Mehr von diesen Wettbewerben“

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26. Juni 2014, 06:40 Uhr

Viel mehr ist wohl kaum drin: Erst schreibt das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen einen städtebaulichen Wettbewerb aus, in dessen Jury neben Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern des GWU auch unabhängige Architekten und Stadtplaner sowie Vertreter aus der Ratsversammlung und dem Bauamt sitzen. Dann wird der Siegerentwurf in dem neuen Gestaltungsbeirat der Stadt vorgestellt und wieder von unabhängigen Experten für gut befunden. Und sogar der 89 Jahre alte Architekt der ehemaligen Bauschule wurde konsultiert. Die Gebäude haben eine angemessene Höhe, und sie entstehen in übersichtlicher Zahl nur auf einer Hälfte des Geländes, während auf der anderen Hälfte die parkähnliche Landschaft erhalten bleibt. Das wird viele Eckernförder beruhigen. Widerstand gegen den Entwurf dürfte sich nun eigentlich nicht mehr regen – um mit den Worten des Beiratsmitglieds Fredo Wiescholek zu sprechen: „Mehr von diesen Wettbewerben.“

Aber wer weiß. Die zurzeit moderne schuhkartonartige Architektur wird sicher den einen oder anderen zu bissigen Kommentaren verleiten, erst recht, wenn alles in einem tristen Grau – ebenfalls zurzeit modern – gehalten wird. Doch das ist Geschmackssache. Außer schräg gestellten Fassaden war das äußere Erscheinungsbild kein Thema im Beirat. Etwas Gestaltungsfreiheit dürfte der Architekt noch haben und sicher auch noch die ein oder andere Kleinigkeit ändern. Zeit hat er dafür genug, denn noch steht der Bebauungsplan für das Areal nicht.

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