Statistik : Mehr Unfälle, weniger Verletzte

Einzige Unfallhäufungsstelle in Eckernförde: Der Einmündungsbereich vom Windebyer Weg in die Rendsburger Straße.
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Einzige Unfallhäufungsstelle in Eckernförde: Der Einmündungsbereich vom Windebyer Weg in die Rendsburger Straße.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Eckernförde ist zwar gestiegen, die Zahl der schweren Unfälle ist jedoch deutlich gesunken.

shz.de von
15. Mai 2018, 06:04 Uhr

Eckernförde | Die Zahl der Verkehrsunfälle in Eckernförde ist im vergangenen Jahr verglichen mit dem Vorjahr leicht angestiegen. Das geht aus dem Verkehrssicherheitsbericht für den Kreis Rendsburg-Eckernförde hervor. Demnach haben sich 2016 insgesamt 735 Unfälle im Stadtgebiet ereignet, 2017 waren es 747 (+1,6 Prozent). Im Kreisgebiet lag die Zahl der Verkehrsunfälle bei 7171. 223 der registrierten Unfälle in Eckernförde waren mit einer Fahrerflucht verbunden. Das entspricht 30 Prozent der Gesamtunfallzahlen.

In dieser Statistik enthalten sind alle Unfälle vom kleinen Kratzer beim Ausparken bis zum tödlichen Zusammenstoß. Aussagekräftiger ist die Zahl der „qualifizierten Unfälle“ – das sind jene, bei denen Personen zu Schaden kommen, denen eine Straftat wie beispielsweise Trunkenheit oder eine gewichtige Ordnungswidrigkeit zugrunde liegen. Ihre Anzahl ist deutlich gesunken. So hat es 2017 insgesamt 100 Unfälle in Eckernförde gegeben, bei denen Menschen verletzt wurden (-13,8 Prozent), sechs Unfälle, denen eine Straftat zugrunde lag (-45,5 Prozent), und 37 Fälle aufgrund einer Ordnungswidrigkeit (-16,7 Prozent).

Ums Leben kam auf den Eckernförder Straßen im vergangenen Jahr niemand. Allerdings hat es im Altkreis Eckernförde drei tödliche Verkehrsunfälle mit Motorrädern gegeben – in Koselfeld, Groß Wittensee und Altenholz. Insgesamt gab es im Kreisgebeit neun Verkehrstote.

Verletzt wurden in Eckernförde im vergangenen Jahr 115 Personen, davon 97 leicht und 18 schwer. Das sind 19 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Hauptunfallursachen sind mit 51 Prozent Fehler beim Abbiegen und Vorfahrtsmissachtung, gefolgt von überhöhter Geschwindigkeit und zu geringem Abstand.

Die Zahl der Unfälle mit Fußgängern stieg in Eckernförde im vergangenen Jahr von 11 auf 21 an, im gesamten Kreisgebiet lag sie bei 96 (2016: 68). Eine Erklärung für diese Steigerung gibt es nicht. 50 Unfälle mit Radfahrern hat es in Eckernförde gegeben – die Zahl bleibt seit Jahren ungefähr gleich. Im Kreis sind es 336 Unfälle – ebenfalls gleichbleibend. In 49 Prozent der Fälle waren die Radfahrer für den Unfall verantwortlich.

Als einzige Unfallhäufungsstelle konnte in Eckernförde der Kreuzungsbereich Rendsburger Straße/ Windebyer Weg ausgemacht werden. Hier wurden 2017 acht Unfälle aufgenommen. „Dieser Einmündungsbereich bedarf einer Überplanung zur sichereren Gestaltung“, sagt Jörg Henningsen von der Eckernförder Polizei. Das Ordnungsamt als kommunale Verkehrsaufsicht hat sich des Problems bereits angenommen, bestätigt Amtsleiter Klaus Kaschke. Schon in den vergangenen Jahren wurden aufgrund der vermehrten Unfälle mit Radfahrern Maßnahmen ergriffen: So weist ein Blinklicht Autofahrer auf den Radweg hin, der zudem verschwenkt wurde. Nachdem in den Jahren 2015/16 keine Auffälligkeiten zu beobachten waren, erklärt sich Klaus Kaschke die erneute Unfallhäufung mit der Sperrung der B 76 zwischen Eckernförde und Koselfeld im vergangenen Jahr. „Die Leute haben versucht, diesen Bereich zu umfahren.“ Dennoch werde derzeit nach Lösungen gesucht.

Einen anderen Unfallhäufungspunkt gibt es dafür nicht mehr: Seit der Einführung einer Linksabbiegespur von der B 76 in die Noorstraße vor ungefähr einem Jahr hat es an dieser Stelle keine so schweren Unfälle wie zuvor mehr gegeben.


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