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Hochzeitsboom : Mehr Trauungen an Schlei und Ostsee

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

141 Trauungen fanden 2013 im Amt Schlei-Ostsee statt. Damit begleiteten die vier Standesbeamten fast 30 Prozent mehr Paaren in die Ehe als noch 2012. Da gaben sich 109 Paare das Ja-Wort. Trauungen fanden an fünf gewidmeten Plätzen statt.

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erstellt am 06.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Gefragt wie nie zuvor waren in 2013 die Standesbeamten des Amtes Schlei-Ostsee. 141 mal führten sie Paare, darunter ein gleichgeschlechtliches Paar, in den Hafen der Ehe. Gegenüber dem Vorjahr stellt das eine Steigerung von über 29 Prozent dar. 2012 gab es 109 Trauungen, 2011 noch 95, berichtet Standesbeamtin Sabine Jürgensen, die froh über die Entwicklung ist.

Worauf diese Steigerung tatsächlich zurück zu führen ist, darüber könne sie auch nur spekulieren. Sie vermutet, es liegt an den insgesamt fünf zur Trauung gewidmeten Orten, die einfach alle Wünsche abdecken und allesamt in einer tollen Landschaft liegen. Heiratswillige Paare können wählen zwischen dem sonnendurchfluteten Erker-Trauungszimmer im Amt im Holm 13, der Mühle Anna in Rieseby, der Orangerie auf Gut Altenhof, der Bunten Kammer auf Gut Ludwigsburg und dem Pagodenzelt am Damper Strand. „Wir haben einfach außergewöhnliche Ort zur Trauung“, sagt Jürgensen, das spreche sich herum. Und solche Orte würden immer wichtiger werden, da Paare nicht mehr immer eine kirchliche Trauung anschließen würden. Dann müsse der standesamtliche Trauungsort als Ersatz eine besondere Bedeutung für die Paare haben.

Weitere Orte werde es eher nicht geben, und auch Trauungen im privaten Garten seien nicht machbar. Denn würde man dies machen, müsste der private Ort auch allen anderen Paaren zur Auswahl stehen, „das besagt der Gleichheitsgrundsatz“.

Schätzungsweise zehn Prozent der Paare kommen nicht aus dem Amtsbereich, sagt Jürgensen. Viele hätten gute Erinnerungen an die Region, sei es aus Bundeswehr-Marinezeiten oder aus Urlauben an Schlei und Ostsee. Einige würden nach der Trauung noch eine Urlaubsreise in der Region anschließen, was die Bedeutung der tollen Trauungsorte noch fördere. Insgesamt mehr Trauungen gebe es bundesweit aber nicht, es komme nur zu Verschiebungen, von denen in dem Fall das Amt Schlei-Ostsee profitiert.

Besonders beliebt waren im Vorjahr die Termine 11.12.13 sowie Freitag der 13. Dezember. Die meisten Hochzeiten fanden aber nach wie vor im Mai statt. Vor allem auch der August wurde sehr häufig gewählt, weil da das Wetter einigermaßen sicher und beständig sei, erklärt die Standesbeamtin. Unterstützt wurde Sabine Jürgensen von ihren Kolleginnen Mona Wienholtz und Elke Koppe aus der Verwaltung, sowie von Klaus Buchwald, der als ehemaliger langjähriger Standesbeamte die Hauptamtlichen unterstützt. Die Befugnis zu Trauungen haben im Vorjahr nach der Kommunalwahl Heinz Zimmermann-Stock (Kosel) und Hilmar Marohn (Altenhof) verloren, sie sind nicht mehr als Bürgermeister im Amt. Marlies Thoms-Pfeffer (Gammelby) hat weiterhin diese Möglichkeit, so Jürgensen.

Ob die Zahl der Trauungen in diesem Jahr erneut steigt, kann die Standesbeamtin schwer absehen, trotz ihrer Erfahrung. Seit zehn Jahren, zunächst im alten Amt Windeby, übt sie ihr Amt aus. Die ersten Anmeldungen und Terminwünsche hat sie aber schon notiert. So wurden der Valentinstag, 14.2.14, und der 4.4.14 stark nachgefragt. Vermutlich werde auch der 4.10.14 stark gewählt werden, damit ließe sich der Feiertag 3. Oktober gut einbinden.

Spaß macht ihr die Arbeit wie am ersten Tag. Jedes Paar sei anders und jede Hochzeitsgesellschaft verschieden. Was aber bei fast allen Trauungen, wenn das Brautpaar nicht gerade alleine kommt, gleich sei, sei ein vom Paar auszuschneidendes Herz, für das die Hochzeitsgäste sorgen. Besonders die erst im Vorjahr angebaute Außentreppe aus dem Trauungsraum in den Park am Amtsgebäude werde sehr gerne genutzt. Und so sei sie schon gespannt, welches Paar als nächstes vor ihr oder den Kollegen stehen wird.

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