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Verkehrkonzept : Mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeinde möchte sich am Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ beteiligen und hofft auf Fördermittel.

Gettorf | Gut sichtbare, sichere Fahrradständer und Sharing-Angebote am Bahnhof und im Dorf, die Süderstraße für Schüler als sichere Rad-Chaussee, aufgepflasterte und farblich markierte Querungen im Hasselrott und der Kieler Chaussee, barrierefreie Bushaltestellen: Um attraktiver und sicherer für Radfahrer- und Fußgänger zu werden, möchte die Gemeinde mit externer, fachlicher Begleitung ein nachhaltiges Mobilitätskonzept erarbeiten. Für Planung und Umsetzung sollen Fördermittel eingeworben werden. Das beschloss der Bauausschuss in seiner Sitzung am Montag. Erschließungsplaner Marc Stümke und Stadtplanerin Anika Slawski von der Firmengruppe BCS (Building Complete Solutions) mit Sitz in Rendsburg und in Lübeck stellten einen ersten Entwurf für ein Konzept vor. Bereits im November 2014 war der Antrag der Bündnis 90/Die Grünen, die von einem Planungsbüro unter Einbindung der Bürger ein Verkehrskonzept für die Gemeinde erstellen lassen wollten, positiv aufgenommen worden. Seitdem hatte sich wenig getan. Schon damals hatte Fraktionssprecherin der Grünen, Bodil Maria Busch, ihr Anliegen damit begründet, dass Gettorf während der vergangenen Jahre enorm gewachsen sei, sich verändert habe. Immer wieder sei es um die Verkehrsberuhigung der Kieler Chaussee, die Einbahnstraßenregelung in der Friedrichsorter Straße, die Fußgängersituation in der Teichstraße am Markt, Zufahrten zu Schulen, Kitas und Krippen gegangen. Mit der neuen Sportanlage am Schulzentrum und der geplanten Bebauung des Geländes des Sportplatzes am Ringweg kämen neue Verkehrssituationen dazu. Die Gemeinde brauche ein zusammenhängendes Verkehrskonzept, auf das zurückgegriffen werden könne. „Das Ziel bleibt das gleiche“, machte Stümke in der Bauausschusssitzung deutlich. „Wir versuchen nur Fördergelder dafür zu bekommen.“ Für ein Gesamtkonzept mit modellhaftem Charakter, das hilft die Klimaschutzziele der Bundesregierung umzusetzen, also mehr Menschen aufs Rad umsteigen lässt, stünden EU-Mitteln über die AktivRegion und Mittel durch eine Beteiligung am Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ zur Verfügung. Bis zum 15. April müsste eine Projektskizze eingereicht und bis zum 15. August ein entsprechender Förderantrag gestellt werden. Bauliche Vorhaben innerhalb des Gesamtkonzepts, wie der Umbau von Bushaltestellen zu barrierefreien Haltestellen, würden über die KFW-Bank gefördert. Stadtplanerin Slawski sah für Gettorf viel Potential in der Verbindung von Rad und Bahn. Ziel des Gesamtkonzepts müsse sein, insbesondere für Kinder und Senioren Sicherheit und Barrierefreiheit in Straßenraum zu schaffen. Anhand von Fotos zeigte sie, wie Radwege farblich markiert werden könnten, um mehr Aufmerksamkeit für Radfahrer zu schaffen, und wie Querungen farblich gestalteten oder Bushaltestellen barrierefrei gestaltet werden könnten. „Es ist nur ein Konzept“, machte der Ausschussvorsitzende Marco Koch (CDU) abschließend deutlich. Die Pläne sollen von dem Planungsbüro weiter ausgearbeitet und in der nächsten Bauausschusssitzung am 11. April noch einmal vorgestellt werden, um als Projektskizze zur Beteiligung am Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ eingereicht werden zu können.

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