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Bahnübergang : Mehr Sicherheit durch Halbschranken

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Finanzausschuss Gammelby stimmte der Erneuerung des Bahnübergangs Rögen zu. Die Deutsche Bahn wird den Übergang verbreitern und mit Halbschranken und doppelten Warnlichtern ausstatten. Die Jahresrechnung 2013 ergab niedrigere Ausgaben.

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erstellt am 05.Feb.2014 | 08:00 Uhr

Gammelby | Die Sicherungsanlage des Bahnübergangs Gammelby/Rögen wird erneuert. Bauträger ist die DB Netz AG, die den Bahnübergang auf den neuesten sicherheitstechnischen Stand bringen wird. Statt der Kombination aus vier Blinklichtern mit Andreaskreuzen soll der Übergang je Fahrtrichtung künftig mit zwei Lichtzeichen und einer Halbschranke ausgerüstet werden. Zudem wird die Straße je 25 Meter vor und hinter den Gleisen auf fünf Meter verbreitert.

Der Finanzausschuss der Gemeinde Gammelby empfahl am Montagabend, dem Vorhaben zuzustimmen und erteilte sein Einvernehmen zur Übernahme von Kosten von rund 30 000 Euro als Gemeindeanteil. Diese ergeben sich aus den kreuzungsbedingten Kosten für den Übergang, die sich der Bund, die DB Netz AG und die Gemeinde zu jeweils einem Drittel teilen. Die Gesamtkosten für das Vorhaben hatte Bauingenieur Jan Andresen vom Amt Schlei-Ostsee auf rund 420 000 Euro ohne Planungs- und Verwaltungskosten geschätzt.

Viel könne man zu dem Vorhaben nicht sagen, urteilte Ausschussvorsitzender Ralph Sicker. „Einfluss haben wir nicht“. Eine Einwerbung von Fördermitteln für den Gemeindeanteil sei nicht möglich, machte Christian Levien von der Amtsverwaltung deutlich. „Im Grunde ist es erfreulich, dass der Bahnübergang sicherer werden soll“, stellte Bürgermeistern Marlies Thoms-Pfeffer fest. Es diene ja wirklich der Sicherheit unserer Bürger. „Es gab bisher keinen Unfall, das soll gerne so bleiben“, so Sicker. Die Mittel sollen im Haushalt 2015 bereitgestellt werden. Es wird mit einer Bauzeit von rund drei Monaten gerechnet.

Dass an dem Bahnübergang Handlungsbedarf bestehe, konnte Erik Pommer nachvollziehen. „Hier blinkt das Warnlicht immer lange nach, auch wenn der Zug schon längst durchgefahren ist“, berichtete er gestern Mittag. Da er die Eigenheit der Anlage kenne, sei er vor dem Übergang aus dem Fahrzeug seiner Mutter ausgestiegen, zu Fuß zum Gleis gegangen und habe geschaut, ob noch ein Zug kommt. Die Einheimischen wüssten von den Eigenheiten der Steuerung, wer nicht im Bilde ist, der stehe noch lange am Übergang, bevor das Licht ausgeht oder sei schlichtweg verunsichert, wie er sich verhalten soll.

Derzeit liege der Deutschen Bahn keine Meldungsstörung vor, teilte Sabine Brunkhorst von der Pressestelle der Bahn AG auf EZ-Nachfrage mit. Man werde den Hinweis weiterverfolgen und schauen, ob technische Defekte verantwortlich sind. Die würden dann beseitigt, so Brunkhorst.

Die Jahresrechnung 2013 empfahl der Ausschuss nach Prüfung zahlreicher Belege einstimmig zur Annahme. Die Rechnung weist für das Vorjahr geringere Ausgaben und höhere Einnahmen auf. Unter dem Strich werden der Rücklage statt 31 000 Euro nur noch 20 000 Euro entnommen. Die Rücklage sinkt damit auf voraussichtlich 615 000 Euro zum Jahresende 2013. Den über- und außerplanmäßigen Ausgaben stimmten die Ausschussmitglieder zu.

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