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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 03:08 Uhr

Schule : Mehr Platz –Schulumbau fast fertig

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Barkelsby hat überwiegend in Eigenleistung die Grundschule erweitert / In den Sommerferien soll die Sanierung abgeschlossen werden

von
erstellt am 24.Jun.2016 | 06:58 Uhr

Barkelsby | Es hat sich viel getan an der Offenen Ganztagsschule Barkelsby. Nachdem im Vorjahr vier Container für eine Klasse auf dem Schulhof installiert wurden, damit 135 Schüler beschult werden können, musste auch das übrige Schulgebäude an die deutlich gestiegene Schüler- und Lehrerzahl angepasst werden. Die Gemeinde Barkelsby stellte 70  000 Euro im Haushalt ein. In den bevorstehenden Sommerferien sollen die Um- und Erweiterungsarbeiten abgeschlossen werden.

Bis jetzt seien erst rund 40  000 Euro ausgegeben, sagt Bürgermeister Fritz Wilhelm Blaas. Er und Schulleiter Klaus Düllmann sind froh, dass sie diesen Weg, mit vielen Arbeiten in Eigenleistung durch die Gemeindearbeiter, einschlugen, auch wenn er länger dauert. Alternativ zu den Containern war geprüft worden, weitere Klassenräume im Obergeschoss der Schule einzurichten. Doch das hätte rund 200  000 Euro Kosten verursacht, um die statischen Anforderungen für den Betrieb von Klassen dort zu ermöglichen, erklärt der Bürgermeister. Statt Klassenräume sind nun im neu hinzugewonnen Obergeschoss, dort war ehemals ein vermietete Wohnung, auf rund 100 Quadratmetern ein großes Lehrerzimmer mit Teeküche, zwei Rückzugsräume für Kleingruppen oder Einzelgespräche sowie zwei Materiallager entstanden. „Seit ich vor bald acht Jahren hier anfing, hatten wir immer mit Platzmangel zu tun“, sagt Düllmann ( 45). Sie hätten bereits gejubelt, als sie 2013 den ehemaligen Eisenbahn-Hobby-Raum für die Schule nutzen konnten. „Jetzt ist es wirklich optimal“, verrät Düllmann.

Besonders deutlich sind die Unterschiede für Schulsekretärin Kathrin Bläser und das Kollegium. Als Düllmann kam, war Bläser fünf Stunden die Woche in der Schule, ihr Büro war eine kleine Kammer. Heute stehen dort die Schulkopierer, und sie hat eine volle Stelle und ein Büro, in dem sie die Verwaltung für fast 140 Schüler, das inzwischen zehnköpfige Kollegium und die Angebote der Offene Ganztagsschule koordiniert.

Erleichtert sind auch die Pädagogen. Elke Lübben kennt noch das alte Lehrerzimmer, in dem sie sehr beengt saßen. Das neue Lehrerzimmer ist so groß, dass nicht nur alle an einem großen Tisch Platz finden, es werden auch zwei PC-Arbeitsplätze eingerichtet, die die Unterrichtsvorbereitung deutlich erleichtern. „Das ist hier wirklich sehr entspannt“, sagt Lübben. Der Schüler-PC-Raum war durch einen Wanddurchbruch zur Vergrößerung eines Klassenraums genutzt worden. Für die Schüler steht nun ein halber Klassensatz Laptops samt Wagen zur mobilen Nutzung zur Verfügung.

„Ohne den Ausbau wäre der Schulbetrieb heute so nicht mehr möglich“, sagt Düllmann. Denn neben dem großen Kollegium ist der Förderbedarf der Schüler gestiegen. So gehören drei Schulbegleiter, zwei außerschulische Helfer, ein Schulsozialarbeiter und zwei Bundesfreiwilligendienstler (Bufti) zum Schulbetrieb, berichtet Düllmann weiter. Sie nutzten sehr oft die neu entstanden Besprechungsräume.

Mehr Platz und Raum zur Pause bietet den Kindern der erweiterte Schulhof. Auch er war durch die Gemeindearbeiter Rigo Scheel und Rainer Nehls-Westphal hergerichtet worden. Zusätzlich wurden sichere Einfriedungen errichtet. Während der Rasen auf der Hoffläche quasi keine Zeit hat zu wachsen, da der Spieldruck zu hoch ist, wie Blaas berichtet, ist der Rasen auf dem Bolzplatz unterhalb der Schule optimal. Dieser Platz wie auch eine angrenzende Koppel, auf der die Schäferin Anke Mückenheim etwa acht Schafe für die Schule einstellt, können die Schüler in ihren Pausen nutzten. Dort sind dann immer die Buftis dabei, um die Aufsicht zu führen, berichtet Düllmann. Zugleich ist er stolz auf das Schul-Schaf-Projekt, denn die Schafe werden im Unterricht wie in den Angeboten der Ganztagsschule integriert. Zum Abschluss der Arbeiten fehlen noch mehrere Bodenbeläge, etwas Wandfarbe und das Lehrer-WC benötigt noch eine Modernisierung, sagt Blaas.

Trotz des Ausbaus ist die Zahl der beschulbaren Schüler begrenzt. Bei 140 sei Schluss, so Düllmann. Während die Zahl im kommenden Schuljahr erreicht wird, sind ab dem Folgeschuljahr 2017/18 wieder Plätze frei. Derzeit kommt rund ein Drittel der Schüler aus Barkelsby, ein Drittel aus Gammelby und Loose sowie ein Drittel aus anderen Gemeinden. „Ich bin gerne hier“, sagt Düllmann, dessen Ziel es nach dem Wachstum der Schule in den Vorjahren ist, den Stand zu halten.

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