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Eckernförder Zeitung

21. September 2017 | 00:05 Uhr

Urlaub : Mehr Platz für Wohnmobil-Urlauber

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Damper Bauausschuss für Erweiterung des Wohnmobilstellplatzes / 110 zusätzliche Stellplätze, maximale Belegung bei 270 Fahrzeugen

von
erstellt am 24.Jun.2017 | 08:11 Uhr

Damp | Der Wohnmobil-Park eines privaten Betreibers im Ostseebad Damp soll erweitert werden. 110 zusätzliche, ganzjährig genehmigte Stellplätze sollen auf der bislang als Golfplatz gewidmeten Fläche eingerichtet werden. Der Bau- und Planungsausschuss unter Leitung von Manfred Löhr (SPD) wägte Donnerstagabend die eingegangenen Stellungnahmen aus der Beteiligung öffentlicher Träger für eine F-Plan- und eine Änderung des vorhabenbezogenen B-Plans ab.

Danach wird die zulässig versiegelbare Fläche im nördlichen Bereich der Anlage um rund 700 Quadratmeter auf 4400 Quadratmeter reduziert, wie Städteplaner Frank Springer erläuterte. Darüber hinaus dürfen die zusätzlichen Stellflächen nicht befestigt werden. Die Planung sieht zudem vor, dass der Betreiber bis zu 88 Stellflächen als Überbelegungsflächen zu festgelegten Zeiten (beispielsweise Ferien) nutzen darf. Hier wies Peter Tramm (CDU) auf die Campingplatzverordnung hin, wonach Plätze nur 15 Prozent Überbelegungsfläche vorhalten dürften. Der Kreis als Genehmigungsbehörde habe hinsichtlich dieser Aussagen keine Hinweise abgegeben, stellte Planer Springer fest. Zusätzlich möchte der Betreiber eine Werkstatthalle neu errichten.

In der Beratung zu dem Vorhaben stellte Raidum Rodde (CDU) erfreut fest, dass die Aussagen in den Planungsunterlagen nun schwarz auf weiß dokumentierten, dass auf der Anlage in den Vorjahren deutlich mehr als die genehmigten 70 Fahrzeuge Station machten. Darauf habe die CDU-Fraktion wiederholt hingewiesen. So werde in der Planung auf Erfahrungswerte des Betreibers des 2013 begründeten Parks der letzten drei Jahre Bezug genommen, wo in der Spitze an wenigen Tagen bis zu 270 Fahrzeuge auf dem Platz waren. Der Ausschuss empfahl mit Stimmen der SPD und der ABD den Auslegungsbeschluss der Pläne. Die CDU-Fraktion enthielt sich der Stimme. Mit einer ebensolchen Mehrheit wurde ein Entwurf für einen Durchführungsvertrag mit dem Vorhabenträger beschlossen. Darin werden unter anderem die Kostenübernahme des Verfahrens durch ihn wie auch Fristen und Auflagen für die Realisierung des Projektes festgelegt. Die CDU schlug vor, dass klarer formuliert werden müsse, wer auf Versäumnis des Vertragspartners achten müsse, um diese einzufordern. Hiermit hätte es aus Sicht der CDU in der Vergangenheit Probleme gegeben, „weil sich keiner zuständig fühlte“, so Rodde. Dem widersprach Bürgermeister Horst Böttcher (SPD) und stellte fest, dass laut Vertrag die Gemeinde, für diese vertretend der Bürgermeister, zuständig sei. Rückblickend habe er sich dem entsprechend um die Umsetzung fehlender Auflagen gekümmert. Für die CDU bleibe diese Regelung im Durchführungsvertrag zu „unkonkret“, so Rodde, weshalb sich die Fraktion erneut enthielt.

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