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Neuzugänge im Tierpark : Mehr Platz für Gettorfs Exoten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der traditionsreiche Tierpark Gettorf blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück / Spannende Aktionen sorgten für zahlreiche Besucher

Sie flitzen umher, huschen durch Erdlöcher in ihre unterirdischen Bauten, tauchen woanders wieder auf, jagen, graben, spielen, machen Männchen, fixieren die Besucher aus ihren schwarzen Knopfaugen. Die Erdmännchen gehören zu den Tierarten, die seit diesem Jahr neu im Gettorfer Tierpark sind. „Sie sind wirklich die Publikumslieblinge“, erzählen Tierpark-Geschäftsführer Jörg Bumann und Tierpark-Biologin Dr. Gabriele Ismer. „Sie sind aktiv, machen witzige Geräusche, stehen und gucken.“ Es sind zwei Männchen und ein Weibchen. Daher nun die Hoffnung auf Nachwuchs. Das Gehege ist auf eine größere Gruppe ausgelegt. „Es war ein positives Jahr, wir sind zufrieden“, blickt Jörg Bumann auf 2015 zurück. Trotz des kalten Frühjahrs und des dadurch späteren Saisonbeginns sei die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben.

Als erfreulich bezeichnet er, dass etwa 3  500 Saisonkarten verkauft wurden. Das sind gut 1  000 mehr als in 2014“,sagt er. „Wir hoffen, dass es im kommenden Jahr so weiter geht.“ Dafür wird einiges getan. Außer den Erdmännchen sind drei weitere Tierarten in den Zoo eingezogen. Asiatische Muntjak-Hirsche, niedliche, kuriose Tiere, bei Neuzugang noch sehr zurückhaltend, jetzt aber schon viel zutraulicher, erzählt Dr. Gabriele Ismer. Dazu ein südamerikanisches Teju-Pärchen. Das sind recht große, bodenlebende Echsen, die auch gerne ins Wasser gehen. Und auch vier chinesische Baumstreifenhörnchen sind in ihrem schönen, großen Gehege schon viel unterwegs.

Als einen Höhepunkt des Jahres nennt die Tierpark-Biologin die Schmetterlingsschau im Sommer. „Schmetterlinge sind hübsch und haben ein unglaublich positives Image“, erzählt sie. Die Besucher kommen direkt an die Schmetterlinge heran, sie setzen sich auf Hand, Kleidung oder Kopf. Und man kann die Entwicklung von der Puppe zum Schmetterling verfolgen. Gut besucht waren auch die Kindertage und Ferienaktionen, bei denen die Kinder mit einem Tierpfleger die Nasenbären, Stinktiere, Alpakas, Esel, Trampeltiere, Lemuren oder Tapiren in ihren Gehegen besuchen durften. „Das ist eine ganz andere Dimension von Tiererlebnis“, weiß Dr. Gabriele Ismer. Solche Aktionen, die jeweils ein Tier in den Mittelpunkt stellen, sind auch erneut für die kommenden Sommerferien geplant. Rund 120 Tierarten beherbergt der Gettorfer Tierpark. Es ist jedoch vorgesehen, den Tierbestand zu verkleinern und Tiere, die altersbedingt sterben, nicht zu ersetzen, um anderen mehr Platz zu geben. „Alles, was wir neu bauen, wird möglichst großzügig angelegt“, betont Jörg Bumann. Über den Winter sollen die Alpakas in ein größeres Gehege zum Damwild ziehen, die Mähnenspringer, die Berberaffen und die Schopfmakaken ein neues Gehege bekommen. Ohne staatliche Unterstützung, könne immer nur nach und nach umgebaut werden, sagt er. Denn auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen müssten eingehalten werden. Tierschutzorganisationen wie PETA sprechen sich immer wieder gegen Zoos aus , da sie das artgerechte Leben der Tiere gefährdet sehen. Die Forschung sieht in Zoos wissenschaftliche Einrichtungen zum Erhalt von Arten und die Besucher kommen, um die exotischen Tiere zu erleben und mehr über sie und ihre vielfältigen Lebensräume zu erfahren.  

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