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Gettorfer Bündnis für Familie : Mehr Gemeinschaftsgefühl in jedem Alter

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bündnis Familie startet ab sofort. Gute Resonanz bei Gründungsfeier. Tierpark, Gettorfer TV und Gemeindebücherei wollen kooperieren.

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2016 | 06:08 Uhr

Gettorf | Das Gemeinschaftsgefühl stärken und Generationen erfolgreich miteinander vernetzen – darum ging es am Sonnabend bei der Gründungsfeier des neuen Gettorfer Bündnisses für Familie unter Leitung von Timea Aden (32) und Melanie Kautza (44), zu der zahlreiche Gäste aus der Politik und Gemeinde gekommen waren. „Kalkuliert hatten wir mit ungefähr 30 Teilnehmern, aber angemeldet haben sich über 40 Personen“, erklärten die Initiatorinnen und freuten sich darüber.

Neben Amtsdirektor Matthias Meins und Pastor Frank Boysen folgten unter anderem auch Bürgermeister Jürgen Baasch (SPD) und der Landtagsabgeordnete Hans Hinrich Neve (CDU) der Einladung in das Kultur- und Bildungszentrum (KuBiZ). Bei der mehrstündigen Veranstaltung ging es jedoch nicht nur darum, die Deklaration zu unterschreiben, sondern auch schon um konkrete Projektideen, die das Bündnis in naher Zukunft auf den Weg bringen kann. Um die Lebensqualität aller Altersgruppen in der Gemeinde nachhaltig steigern zu können, sei eine optimale Vernetzung verschiedener Institutionen notwendig, so Timea Aden. „Aber auch, wenn alle Fraktionen auf der Gemeindevertretersitzung ihre Unterstützung signalisiert haben, ist das Bündnis Familie unabhängig“, betonte sie. Es solle von Bürgern für Bürger gestaltet werden und auf diese Weise Hemmschwellen bei Problemen verschiedenster Art abbauen.

In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Jürgen Baasch Melanie Kautza und Timea Aden für ihr Engagement. „Meine Gespräche mit Familien, die neu nach Gettorf gezogen sind, haben mir gezeigt, dass die Gemeinde bereits als sehr familienfreundlich wahrgenommen wird. Allerdings müssen wir auch immer offen für Verbesserungen bleiben, um diese Attraktivität zu halten und noch weiter auszubauen“, sagte er. Besondere Aufmerksamkeit schenkte er dem Pilotprojekt des Bündnisses, für das aktuell noch freundliche Senioren gesucht werden, die sich in ihrer Freizeit gerne um die Kinder junger Familien kümmern möchten. Das Bündnis vermittelt zwischen Eltern und Senioren und bietet darüber hinaus in der VHS einen kostenlosen Kurs in erster Hilfe an, der von Kinderarzt Volker Tscharntke geleitet werden soll. Mit Hilfe von Fragebögen sollen geeignete Konstellationen gefunden werden. „Es ist wichtig für beide Seiten, Sicherheit zu schaffen“, erklärte Timea Aden. So müssen Familien, die ihr Kind gerne in die Obhut von Ersatzgroßeltern geben möchten, vorher eine Haftpflichtversicherung abschließen. Senioren, die gerne ein Kind betreuen möchten, müssen über ein erweitertes Führungszeugnis verfügen.

Doch in diesem Betreuungsangebot sehen die Initiatorinnen erst den Auftakt der Arbeit – in drei Gruppen, die sich auf verschiedene Altersgruppen spezialisiert hatten, machten sich die Teilnehmer der Veranstaltung im Team Gedanken über konkrete Projekte, die in naher Zukunft in die Tat umgesetzt werden könnten. Neben einer Infobroschüre, in der alle ärztlichen Anlaufstellen festgehalten sind und einem Treffpunkt für Jugendliche im Alter von elf bis 14 Jahren, die noch nicht nach Kiel fahren können, wurde unter anderem auch ein interdisziplinäres Netzwerk mit vertraulichen Telefonnummern für bestimmte Anliegen vorgeschlagen. „Oftmals fehlt es in der Praxis an Möglichkeiten, Betroffene verbindlich an für ihre Probleme geeignete Ansprechpartner weiterzuleiten. Eine vage Empfehlung ist in der Regel wenig hilfreich“, wusste Volker Tscharntke aus seinem Berufsleben zu berichten. Unterstützt wird das Bündnis von zahlreichen Kooperationspartnern wie dem Tierpark, der Gemeindebücherei, dem GTV, der VHS und dem HGV. Auch die St.-Jürgen Kirche, die Gemeinde, der Seniorenbeirat und das DRK haben Timea Aden und Melanie Kautza ihre Hilfe bereits zugesichert. Die Awo dagegen steht der Aktion kritisch gegenüber und erteilte den Initiatorinnen eine Absage.

Bereits am Montag, 10. Oktober, trifft sich das Bündnis Familie zum ersten Runden Tisch im Amtsgebäude am Karl-Kolbe Platz. Ab 19.30 Uhr sind alle interessierten Bürger eingeladen, sich der Versammlung anzuschließen und eigene Ideen einzubringen.

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