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Gleichstellung : Mehr Frauen in die Kommunalpolitik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Landesweite Kampagne der Gleichstellungsbeauftragten / Eckernförder Zeitung startet Interviewreihe

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2017 | 06:06 Uhr

Eckernförde | Deutschland wird seit Jahren von einer Bundeskanzlerin regiert. Aber wie sieht es mit dem Frauenanteil auf der kommunalpolitischen Ebene aus? „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik“ – mit diesem Slogan starten Landesfrauenrat und die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Schleswig-Holsteins gemeinsam eine Kampagne. Ihr Ziel: den Frauenanteil in den Gemeindevertretungen und Ratsversammlungen bei der nächsten Kommunalwahl 2018 deutlich zu erhöhen. Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Eckernförde, Katrin Christine Blum, beteiligt sich an der landesweiten Aktion.

„Wir wollen auf den Mangel an paritätischen Besetzungen aufmerksam machen und wollen Frauen aufrufen, sich politisch zu engagieren“, sagt Katrin Blum. Denn auch heute noch sind es überwiegend Männer, die sich aktiv in die Kommunalpolitik einbringen und sich wählen lassen. „Die oft angeführte Argumentation, ich kann ja doch nichts ändern, ist aus meiner (auch kommunalpolitischen) Erfahrung falsch“, so die Gleichstellungsbeauftragte. Seit August 2014 ist die 46-Jährige in dieser Eigenschaft in der Verwaltung tätig.

Nach Meinung des Landesfrauenrats und aller Gleichstellungsbeauftragten sollten sich Frauen viel stärker als bisher in die Kommunalpolitik einmischen. Denn auf dieser Ebene werden Prozesse angeschoben oder wichtige Dinge entschieden, die den Lebenskreis der Frauen unmittelbar betreffen, sei es in Fragen der Kinderbetreuung oder der Infrastruktur, wie Straßenbau oder die Errichtung eines neuen Vereinsheimes. „Wir, die Gleichstellungsbeauftragten, fordern die Frauen auf, sich einzumischen und festgefahrene Denkmuster aufzumischen. Handeln hat Wirkung“, bekräftigt Katrin Blum. „Dass die Besetzung politischer Gremien immer noch von Männern dominiert ist, ist für mich unerträglich und nicht hinnehmbar“, so die Gleichstellungsbeauftragte, „wir brauchen Frauen und deren Sichtweisen in jedem Parlament.“

In ganz Schleswig-Holstein ist über das Jahr verteilt ein breites Aktionsfeld geplant, vom Mentoringprogramm, in dem erfahrene Politikerinnen ein Tandem mit interessierten Frauen bilden, über Fortbildungskurse und Vorträge, zum Beispiel zum kommunalen Haushalt. In Eckernförde ist eine Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aller Parteien geplant, um ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Im Vergleich zu den Umlandgemeinden ist der Frauenanteil in der Eckernförder Ratsversammlung hoch: Unter den 27 Mitgliedern sind elf Ratsfrauen (entspricht 40,7 Prozent). Die Eckernförder Zeitung unterstützt das Projekt der Gleichstellungsbeauftragten und stellt in den kommenden Ausgaben in loser Reihenfolge in der Interviewreihe „Frauen in die Kommunalpolitik“ vier Kommunalpolitikerinnen vor: die stellvertretende Bürgervorsteherin Anke Göttsch (SPD), die Ratsfrau Jenny Kannengießer (parteilos, Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen), die Ratsfrau Susanne Molt (FDP, seit kurzem Mitglied der SSW-Fraktion) und Ratsfrau Katharina Heldt (Vorsitzende der CDU-Fraktion). Sie berichten von sich und ihrer kommunalpolitischen Arbeit.

>www.eckernfoerde.de

/Verwaltung/ Gleichstellungsbeauftragte/ Aktionen „Frauen in die Kommunalpolitik“

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