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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 18:29 Uhr

Kommentar : Mehr als nichts

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zur Zukunft der Kinderstation

von
erstellt am 09.Dez.2016 | 06:22 Uhr

Eckernförde | Es war ein großer Kampf damals für den Erhalt der Entbindungsstation. Und ein erfolgreicher dazu. Die erstaunlichen Zahlen von deutlich über 800 Geburten in diesem Jahr sind der beste Beweis für die Richtigkeit der Entscheidung vor drei Jahren. Die Geburtshilfe boomt, die kleine Drei-Betten-Kinderstation liegt auf Intensiv. Weil man sich in den vergangenen Jahren zu sehr darauf verlassen hat, dass es mit der gut gemeinten pädiatrischen Unterstützung aus Rendsburg so weiterläuft und nicht ernsthaft an einer tragfähigen Alternativen gearbeitet wurde. Die beiden letzten verbliebenen Beleg-Kinderärzte aus Eckernförde können den in jedem Einzelfall erklärlichen klinischen Ärzteschwund nicht mit mehr als doppelt so vielen Diensten ausgleichen, weil sie in erster Linie für ihre kranken, kleinen Patienten in ihren Praxen da sind – die Stationsdienste kommen on top und gehen an die Substanz – von der ärztlichen Verantwortung ganz zu schweigen.

Fakt ist: Die Betten sollen bleiben, geplant ist eine Vormittagspräsenz durch Klinik-Kinderärzte und eine Rufbereitschaft für die übrige Zeit. Das ist mehr als nichts. Fakt ist auch: Die beiden Belegärzte würden gerne auf Honorarbasis weiterarbeiten. Das sieht ganz klassisch nach Honorarverhandlungen aus. Jedes auch wirtschaftlich vertretbare Mehr an ärztlicher Leistung stärkt Eckernförde.

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