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3. Handball-Liga : Maurermeisterinnen empfangen amtierenden Titelträger

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der TSV Owschlag hat zu neuer Heimspielzeit um 15.30 Uhr den letztjährigen Meister VfL Oldenburg II zu Gast. Bisher konnte sich der TSV auf sein Abwehrbollwerk verlassen, im Angriff haperte es dagegen zuletzt an der Chancenverwertung

Handwerk hat goldenen Boden! Behält der Volksmund Recht, stünde den Handball-Frauen des TSV Owschlag eine große Karriere in dem Gewerbe bevor. Denn eines können die Spielerinnen von Trainer Rainer Peetz richtig gut: mauern. Die Abwehr gleicht einer einsturzsicheren Wand aus blau-weißen Ziegelsteinen in Vereinsfarben. Gegentore sind Mangelware in dieser 3. Ligaspielzeit. Im Schnitt 21,5 zählt die Statistik. Ein Spitzenwert. Nur Werder Bremen ist besser.

Die Defensive könnte auch im Heimspiel gegen den VfL Oldenburg II ein Sieggarant sein. Anpfiff ist heute um 15.30 Uhr in der Owschlager Sporthalle. „Wir freuen uns auf die Begegnung mit dem amtierenden Meister. Die Liga ist ausgeglichen wie selten, aber auf einem guten Niveau. Es wird schwer, gegen Oldenburg Punkte zu holen. Allerdings ist es genauso schwer, uns zu schlagen“, formuliert Peetz in bester Diplomaten-Rhetorik die Chancen seiner Mannschaft.

Auf das Abwehrbollwerk ist der Coach sehr stolz. Im Mittelblock ackern Greta Stolley und Anita Ewert wie eh und je. Auf den Halbpositionen hat der TSV mit den Neuzugängen Nina Hofstetter und Janina Herklotz sowie Rückkehrerin Helen Rohwer neue Alternativen zur Verfügung. Auch an Svenja Zadow führt kein Weg vorbei. Fliegt doch mal ein Ball durch die Deckung, sind noch immer Owschlags Torfrauen Mareike Witt, Sophie Fasold und Johanna Wichelmann zur Stelle. Peetz bestätigt: „Unsere Abwehr zerfällt nicht mehr so schnell wie vielleicht noch in der vergangenen Saison.“

Die Baustelle sieht der Trainer vielmehr im Angriff. An der Chancenverwertung haperte es zuletzt – deutlich sichtbar bei der 19:19-Punkteteilung im Derby bei der HSG Kropp-Tetenhusen. „Es fehlt uns manchmal an Abgebrühtheit und Gelassenheit“, weiß Peetz. Doch wie lässt sich fehlende Coolness vor dem gegnerischen Kasten trainieren? Gar nicht. Spielpraxis heißt das Zauberwort. Die können heute maximal 14 Owschlagerinnen sammeln. Mehr sind nicht erlaubt. Der Einsatz von Nina Hofstetter ist unklar. Sie hat sich im Derby eine Prellung zugezogen.

Bleibt die Frage, ob die Zuschauer die neue Anwurfzeit beim TSV annehmen. Peetz: „15.30 Uhr ist auch für uns ein Testballon.“

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erstellt am 18.Okt.2014 | 06:00 Uhr

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