Maritimer Fünfkampf : Matthias Wesemann mit neuer Weltbestzeit

So schnell wie nie zuvor: Matthias Wesemann stellte gestern mit 1:41,8 Minuten eine neue Weltbestzeit auf.  Fotos: Peters
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So schnell wie nie zuvor: Matthias Wesemann stellte gestern mit 1:41,8 Minuten eine neue Weltbestzeit auf. Fotos: Peters

Beim CISM Open European Cup der Maritimen Fünfkämpfer in Eckernförde war der deutsche Trainer Matthias Wesemann auf den Punkt topfit. Er stellte sogar einen neuen Weltrekord auf. Auch Giacomo Gellert war am Start.

shz.de von
15. Juli 2015, 06:00 Uhr

Eckernförde | Vor dem Start beim dreitägigen CISM Open European Cup hatte bei den deutschen Maritimen Fünfkämpfern vor allem die Ungewissheit überwogen. Wie war die Mannschaft leistungsmäßig drauf? Konnte der schwache Eindruck beim Ländervergleich in Finnland wieder korrigiert werden? Und würde der seit Wochen kränkelnde Giacomo Gellert beim heimischen internationalen Sportfest mit sechs Nationen die deutschen Farben verstärken können?

Nach dem eröffnenden Hindernislauf haben sich die Minen bei Trainer Matthias Wesemann und dem Leiter der Sportfördergruppe, Lars Apitz, deutlich aufgehellt. Sie sahen einen Wettkampf auf durchgehend hohem Niveau und auch starke Leistungen der eigenen Akteure. Dabei ging der deutsche Coach mit bestem Beispiel voran. Im letzten Duell dieser ersten Disziplin trat er gegen seinen „ewigen Rivalen“ Karol Morek aus Polen an. Zum krönenden Abschluss gab es das schnellste Rennen, das es bisher weltweit jemals geben hatte. Wesemann landete dabei einen Start-Ziel-Sieg, auch wenn ihm der Pole jederzeit dicht auf den Fersen war. Im Ziel ballte Wesemann dann freudig die Faust. Er hatte mit 1:41,8 Minuten eine neue Weltbestzeit aufgestellt – und selbst sein Kontrahent war mit 1:44,2 Minuten unter der alten Bestmarke geblieben. Zuschauer und Aktive quittierten die Leistung beider Athleten demzufolge auch mit großem Applaus.

Gemäß dem Motto „Ladies first“ wurde der Wettkampf mit der Damenkonkurrenz eröffnet. Erste Starterin war Bang Hyelin aus Korea. Ihr war die fehlende Wettkampferfahrung bei ihrem ersten Start auf internationaler Ebene noch deutlich anzumerken. Sie benötigte mit knapp vier Minuten mehr als doppelt so lang wie die spätere Siegerin Marie Lindström aus Finnland in 1:53,9 Minuten.

Die beiden Deutschen Damen wischten erste Zweifel des eigenen Leistungsvermögens bereits früh über Bord. Sowohl Irène Porschhöfer als auch Wencke Steensen stellten in 2:03 Minuten eine neue persönliche Bestleistung auf und schoben sich damit in der Mannschaftswertung hinter den beiden siegreichen Finninnen auf Position zwei.

Bei den Männern wurde lange um das Mitwirken von Giacomo Gellert gezittert. Der Eckernförder Leistungsträger konnte drei Wochen wegen einer rätselhaften Erkrankung nicht trainieren. Erst beim Frühstück vor dem Wettkampf gaben die Ärzte grünes Licht. Auf den ersten Metern war Gellert die fehlende Wettkampfpraxis auch noch anzumerken, doch mit jedem weiteren Meter fand er besser in den Hindernislauf hinein und zeigte speziell auf der Schlussbahn wieder seine ganze Klasse.

Apitz war angesichts der Vorgeschichte mit seiner Zeit von 2:02,6 Minuten dann auch sehr zufrieden. Dirk Schülke platzierte sich in 1:58 Minuten noch in den Top Ten und sammelte damit wichtige Punkte für die Teamwertung. Heute geht es von 8.30 Uhr bis 12 Uhr weiter mit der Seemannschaft in der Marine-Kaserne Eckernförde. Um 15.40 Uhr geht es anschließend weiter mit dem Hindernisschwimmen in der Schwimmhalle der Universität Kiel.

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