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WAHLKAMPFVISITE BEI REHNBEHN & KRUSE : Martin Schulz kommt bei den Sprotten unter die Haube

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Spitzenkandidat der SPD besuchte am Dienstagvormittag die Fischräucherei Meergold. Schulz zeigte sich vom modernen Tradtionsbetrieb begeistert und wird ein Fan der Sprotte.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2017 | 05:48 Uhr

Eckernförde | Seit gestern Vormittag weiß auch der SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl im September, Martin Schulz, wie der berühmteste Fisch der Stadt Eckernförde gegessen wird. Der 61-Jährige ist auf Wahlkampftour durch Schleswig-Holstein, um die schleswig-holsteinischen Genossen im Wahlkampf zu unterstützen. Ein Termin führte ihn in die Fischräucherei Meergold am Jungfernstieg, wo er die weltbekannte Spezialität, die Kieler Sprotte, kennenlernte.

Doch bevor Inhaber Berndt Kruse ihn ins Herzstück des Betriebes lässt, muss auch Schulz wie alle anderen einen Hygienanzug anziehen. „Einen neuen Anzug zum Besuch einer Fischräucherei anziehen – keine gute Idee :)“ kommentierte der Spitzenpolitiker später auf Twitter seinen Besuch bei Rehbehn& Kruse. Beherzt greift Schulz zu, als Berndt Kruse (56) ihm am Ende des Rundgangs eine goldene Sprotte anbietet. „Die Kieler Sprotte schmeckt wirklich gut“, lautet das Urteil des Spitzenpolitikers. Sofort klärt der Räuchereibesitzer seinen Gast über ein Missverständnis auf. Obwohl der Name es vermuten lässt, stammt die Sprotte nicht aus Kiel. Da es vor 1881 noch keinen Bahnhof im Ostseebad gab, mussten die Sprotten zum nächstgelegenen Bahnhof transportiert werden – und der war in Kiel. Dort bekam die Versandkiste den Stempel Kiel Bahnhof, und die Kieler Sprotte war geboren. „Lass dir in Kiel nichts anderes erzählen“, wirft Sönke Rix (MdB) aus der Runde ein. Er ist an diesem Vormittag einer der zahlreichen Begleiter von Schulz. Der Spitzenpolitiker wurde außerdem von Serpil Midyatli (Direktkandidatin Wahlkreis Eckernförde), Ralf Stegner (Landes- und Fraktionsvorsitzender sowie Vize-Bundesvorsitzender) und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer begleitet. Begrüßt wurde er auch von der neuen Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins, Petra Neumann, und von Ratsherr Jörg Meyer. Berndt Kruse ist der letzte Räuchereibesitzer im Ostseebad. Knapp 20 Mitarbeiter sind in dem Fischveredelungsbetrieb beschäftigt und produzieren pro Tag 500 Kilogramm Sprotten. Die Fische für die weltberühmte Fischdelikatesse stammen aus der Nordsee. Schulz erfährt, dass auch heute noch in Zeiten höchster Technologie, wie der computergesteuerten Räucheröfen, die Sprottenverarbeitung größtenteils handwerkliche Arbeit ist – so wie die von Waltraud Dürbeck, die die Sprotten zum Räuchern aufsteckt.

Schulz hört auch, dass der Brexit Auswirkungen auf den Eckernförder Betrieb haben kann, wenn keine Einigung mit England hinsichtlich der Fangquoten in der Nordsee erzielt wird. Der SPD-Politiker ist voll des Lobes für den Betrieb, der Tradition und moderne Entwicklung nachhaltig verkörpere. Schleswig-Holstein bezeichnete er mit Blick auf die Küstenkoalition als „leuchtendes Beispiel für ein offenes Europa“.

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