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Martin Olbrich-Stock wird neuer Waldorf-Geschäftsführer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 18.Jul.2017 | 12:22 Uhr

Eckernförde | Die Freie Waldorfschule Eckernförde hat einen neuen Geschäftsführer: Der bisherige Schulleiter Martin Olbrich-Stock tritt die Nachfolge von Holger Neumann (67) an. Seine bisherigen Aufgaben übernehmen Silke Seiler-Rabe und Thomas Nagel, die neben Ulrike Paulsen künftig als Schulleiter wirken.

Holger Neumann trat seinen Dienst im Jahr 2012 an, nachdem Gründungsvater, Schulleiter und Geschäftsführer Bernd Hadewig in den Ruhestand gegangen war. Neumanns Hauptaufgabe war die Konsolidierung der Finanzen. „Die Zahl der Schüler war gesunken, die Zahl der Lehrer aber nicht im selben Verhältnis“, erklärt er. Zudem sei sehr schnell sehr viel gebaut worden.

Im Rahmen des Konsolidierungsprozesses von Schule und Förderverein wurde auch die Organisationsstruktur neu ausgerichtet: Wesentliche Neuerung war die Funktionstrennung von pädagogischer Leitung in Kindergärten und Schule sowie kaufmännischer Geschäftsführung. „Ich wurde als Schülervater für den Posten des Geschäftsführers angesprochen, weil ich bei einer Förderbank arbeitete und die berufliche Voraussetzung mitbrachte“, so Neumann. „Meine Aufgabe habe ich mehr als Krisenmanagement verstanden.“ Kosten- und Personaleinsparungen, Erhöhung der Schulbeiträge und nicht zuletzt „umfangreiche Gespräche mit den Banken“ führten zu einem geordneten Haushalt. Auch die Lehrer beteiligten sich, verzichteten freiwillig auf Gehalt und erklärten sich zur Mehrarbeit bereit. Nun ist die Konsolidierung abgeschlossen und Holger Neumann sieht seine Aufgabe als erledigt an. „Wenn man die Einrichtungen jetzt weiterentwickeln will, braucht man mehr Anbindung an das Pädagogische.“ Deshalb übergibt er die Geschäftsführung an Martin Olbrich-Stock, der schon seit 1996 an der Waldorfschule Eckernförde als Lehrer arbeitet und seit 15 Jahren in Vorstand und Beiräten wirkt.

„Ich bin in alle Themen eingearbeitet und habe viel im finanziellen Bereich mitgearbeitet“, sagt der 54-Jährige, der zunächst auf die freiberufliche beratende Unterstützung Neumanns zählen kann. Der promovierte Chemiker hat bislang als Mathematik- und Informatiklehrer gearbeitet. Seine Aufgabe sieht er in zwei Bereichen: „Zum einen werde ich das, was Holger Neumann wirtschaftlich auf gesunde Füße gestellt hat, behutsam weiterführen, zum anderen geht es um die pädagogische Weiterentwicklung von Schule und Kindergärten.“ Eine große Herausforderung werde die „fantasievolle Begleitung“ des Generationswechsels in der Lehrerschaft. Viele Kollegen werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Fähige Lehrer heranzuziehen und zu begeistern sei deshalb ein zentrales Thema. Doch ganz will Martin Olbrich-Stock auf den Schulalltag nicht verzichten und weiterhin auf einer Viertelstelle Mathematik unterrichten. „Dafür bin ich viel zu gern Lehrer.“

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