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Technisches Hilfswerk : Marszalek löst Köhn als THW-Chef ab

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Wechsel in der Ortsverbandsführung des THW nach 22 Jahren: Christian Köhn geht, Michael Marszalek kommt.

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2013 | 06:32 Uhr

Nach 22 Jahren an der Spitze des Ortsverbandes Eckernförde hat Christian Köhn die Leitung an seinen langjährigen Stellvertreter Michael Marszalek übergeben. Der dienstälteste Leiter eines THW-Ortsverbandes im Landesverband Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern ist auf eigenen Wunsch aus dem Ehrenamt geschieden.

Nach dem plötzlichen Tod des damaligen Ortsbeauftragten Joachim Waldenburger übernahm der 34-jährige Christian Köhn 1991 die Ortsverbandsleitung. Zuvor war er einige Jahre als Gruppenführer der Bergungsgruppe ehrenamtlich dabei gewesen. Sein Engagement galt in seiner Dienstzeit in erster Linie der Jugendarbeit, und so wurde im Jahr 2001 unter seiner Führung die THW-Jugendgruppe aufgebaut. Besonders aber lag ihm die intensive Zusammenarbeit mit den anderen in seiner Heimatstadt vertretenen Hilfsorganisationen und Behörden am Herzen.

Ende der 90er Jahre war er an der Gründung „Notruf Eckernförde“ maßgeblich beteiligt. Diese Gemeinschaft der Hilfsorganisationen setzt sich im Notfall für die Sicherheit aller Eckernförder ein. Für sein überdurchschnittliches Engagement und Verdienste um die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk wurde Köhn 2003 mit dem THW-Ehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet, im Jahr 2011 erhielt er das Ehrenzeichen in Silber. Im Jahre 2008 verlieh ihm seine Heimatstadt Eckernförde für seine Verdienste um die Stadt die Ehrennadel. Im Jahr 2013 bekam Köhn aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit mit den lokalen Feuerwehren das Feuerwehrehrenkreuz in Silber.

Ausschlaggebend für Köhns Eintritt in das THW waren die Schneekatastrophen in den Jahren 78/79 und die Aussicht, bei einer zehnjährigen Verpflichtung, nicht zum Grundwehrdienst zu müssen – er wurde im väterlichen Geschäft benötigt.

Zu den größten Einsätzen des THW Eckernförde, an denen Köhn beteiligt war, zählen der Untergang der „Pallas“ vor Amrum und der „Sabine B“ im Kanal sowie die Hochwassereinsätze an der Oder (1997) und die Elbe-Hochwasser (2002 und 2013). Viele weitere Einsätze bei Schnee und Sturm auf regionaler Ebene absolvierte Köhns Mannschaft, die inzwischen auf 117 Mitarbeiter angewachsen ist. Rund 50 Frauen und Männer sind aktuell aktiv tätig, die weiteren sind als Reserve- oder Althelfer dem THW verbunden und stehen im Notfall zur Verfügung. Dem THW Eckernförde wird er auch weiterhin zur Verfügung stehen und als Fachberater den Kreis und die Stadt bei regionalen Ereignissen unterstützen.

Nachfolger von Köhn wird der Installationsmeister Michael Marszalek. Marszalek (52) ist seit zwölf Jahren im Ortsverband tätig. Für seine Verdienste um das THW wurde ihm 2010 das Helferzeichen in Gold mit Kranz verliehen. Der neue Ortsbeauftragte ist seit einigen Jahren hauptberuflich in der THW-Geschäftsstelle Schleswig mit Sitz in Flensburg beschäftigt. Hier koordiniert und verwaltet er die Beschaffung für neun THW-Ortsverbände und den THW-Stützpunkt in Louisenlund.

Dierk Hansen als Landesbeauftragter HH,S-H und M-V übernahm die Abberufung und Ernennung vor. Meint Behrmann von der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde verlieh Köhn die Ehrenmitgliedschaft – eine Auszeichnung, die bislang nur zwei Nicht-Feuerwehrmännern in Eckernförde zuteil wurde.

Der neue Ortsbeauftragte hingegen darf sich derweil über ein neues Einsatzfahrzeug freuen. Ein Peugeot wird künftig der Jugendgruppe, Stab und dem Technischen Zug zur Verfügung stehen. Dank großzügiger Spenden konnte der Kombi in Dienst gestellt werden.

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