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Eckernförder Zeitung

18. November 2017 | 02:12 Uhr

Musik : Markus: Lust auf die Neue Deutsche Welle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Markus Mörl mit der Band Zack Zillis beim Dirty Coast Mud Run.

von
erstellt am 10.Jul.2017 | 06:22 Uhr

Anfang der 1980er-Jahre war richtig was los in Schlager-Deutschland. Die Neue Deutsche Welle mit Nena (99 Luftballons), Ideal (Blaue Augen), Extrabreit (Hurra, hurra, die Schule brennt) oder Trio (Da Da Da) fegte den Schlagermuff aus den Wohnzimmern. Frech, fröhlich, schräg. Richtig auf dem Gaspedal stand auch Markus Mörl, der mit „Ich will Spaß“ das Gefühl einer ganzen Generation ausdrückte. Damals absolutes Neuland und sehr erfrischend.

Dass die Neue Deutsche Welle immer noch kräftig schwappt, bewies Markus am Freitagabend auf der Hafenbühne im Rahmenprogramm des 2. Dirty Coast Mud Run. Zusammen mit der Band Zack Zillis spielte er die Songs von einst, offenbar auch mit ungebrochener Lust. Markus, der vom Typ her ein wenig an Fußball-Nationalspieler Stefan Effenberg erinnert, sang, moderierte, scherzte mit den Fans, die richtig viel Spaß hatten und später auch – auf charmante Aufforderung von Sängerin Sylvie – näher zur Bühne vorrückten und dem Ganzen noch mehr Spirit verliehen.

Der inzwischen auch schon 57-jährige Ex-NDW-Star brachte natürlich all seine Klassiker wie „Kleine Taschenlampe brenn’“ und „Ich will Spaß“, griff aber auch gerne auf das Repertoire der anderen Größen der Zeit zurück: Nena, Spider Murphy Gang (Skandal im Sperrbezirk), Klaus Lage (1000 Mal berührt), Extrabreit (Flieger, grüß mir die Sonne), Joachim Witt (Goldener Reiter) oder Hubert Kah (Rosemarie). Und er tat gut daran, denn diese Lieder haben sich ins musikalische Gedächtnis mehrerer Generationen eingebrannt. Auch am Freitagabend an der Hafenspitze war textsicheres Mitsingen angesagt – die Stimmung: bestens.

Ihren Anteil daran hatte auch die Band Zack Zillis, die richtig viel Druck machte. Stephan Vollbehr, Eckernförder Jung, trieb seine Band mit seiner Gitarre immer nach vorn und Sängerin Sylvie harmonierte prächtig mit Markus und fand auch die richtige Ansprache ans mitunter etwas schüchterne Eckernförder Publikum, das am Freitagabend aber immer besser in Schwung kam und am Ende ausgelassen mitging.

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