zur Navigation springen

Sehestedt : Markttreff: „Jetzt kann das Dach anrollen“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Gemeindevertretung Sehestedt informiert über Fortschritt des 2,5 Millionen-Euro-Projektes / Eröffnung ist für Oktober geplant

Alles ist im Zeitplan. Das freut die Bürgermeisterin und die Gemeindevertretung. „Alle arbeiten gut – die Baufirma, der Kreis, die Autokraft“, lobt Rita Koop auf der Sitzung am Dienstagabend und fügt hinzu: „Das kann man ruhig mal schreiben.“

Für 2,5 Millionen Euro leistet sich die Kanalgemeinde einen neuen Imbiss mit Markttreff, der auch die Funktion eines Bürgerzentrums übernehmen soll. Rund eine Million Euro sind allein nötig für den Bau der neuen Zufahrt von der Hauptstraße aus, für die Parkplätze und die Kanalisation. Wo einst der Holzbau stand, sind bereits die Wände hochgezogen und die Grundstruktur des Neubaus erkennbar.

„Jetzt kann das Dach anrollen“, erklärt Torsten Jürgens-Wichmann, Vorsitzender des Bau-, Wege- und Umweltausschusses. Es wird voraussichtlich Anfang kommender Woche geliefert. Bis zum Richtfest ist es dann auch nicht mehr weit. „Zielsetzung ist, dass wir Ende Oktober eröffnen können“, so Jürgens-Wichmann. Dann wird Sehestedt einen überdachten Gastraum mit Kanalblick haben.

86 Prozent der für den Markttreff benötigten Leitungen liegen bereits in der Erde. Umfangreiche Erdarbeiten waren bei der Einmündung der neuen Zufahrtsstraße nötig gewesen. Dazu war in den vergangenen drei Wochen die Hauptstraße gesperrt und die Bushhaltestelle verlegt worden. Aus diesem Grund war die Geschwindigkeit auf der L  42 vor der östlichen Dorfeinmündung auf 50 Kilometer pro Stunde reduziert worden. Eine Maßnahme, die Rita Koop gerne beibehalten hätte. Seit Jahren bemüht sich die Gemeinde darum, auf der Strecke neben dem Dorf die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf wenigstens Tempo 70 zu reduzieren. Aber es gibt keine Genehmigung dafür. „Es muss wohl erst ein schlimmer Unfall passieren“, befürchtet die Bürgermeisterin.

Das Thema Straße beschäftigte die Gemeindevertreter auch in anderer Weise. „Viele Straßen sind dringend sanierungsbedürftig“, weiß Torsten Jürgens-Wichmann. „Eine der Schlimmsten“ sei der Weg Richtung Wentorf. Aber auch der Ortsausgang im Süden sei in schlechtem Zustand. Bevor etwas unternommen werden kann, benötigt die Gemeinde jedoch eine neue Straßenausbausatzung, die alte ist nicht mehr gültig.

Einen Feuerwehrbedarfsplan braucht Sehestedt ebenfalls. Der Grund: Wenn die Gemeinde Zuschüsse für ein neues Feuerwehrfahrzeug erhalten möchte, ist er nötig. Das bedeutet allerdings auch, dass weitere Versorgungspunkte für Löschwasser ausgewiesen werden müssen. Möglich sind zwei Varianten: Zisternen oder Brunnen, wobei letztere aufwändiger sind. Einstimmung wurde beschlossen, einen Feuerwehrbedarfsplan zu erstellen. Und auch eine Feuerwehrgebührensatzung soll es geben. Hier geht es darum, dass die Gemeinde bei Veranstaltungen oder bei Hilfeleistungen, die aus eigenem Verschulden entstanden sind, Geld verlangen kann.

13,7 Kilometer lang ist das Kanalisationsnetz von Sehestedt. 8,9 Kilometer davon sind inspiziert und bewertet worden. Das Ergebnis: Es besteht ein Sanierungsbedarf in Höhe von rund 450  000 Euro. Das Gute: Die Arbeiten werden sich über die nächsten Jahre erstrecken. Und man überlegt, Angebote gemeinsam mit anderen Gemeinden einzuholen, um so günstigere Konditionen zu erlangen. Rita Koop dazu: „Wenn es so weit ist, werden wir die Bürger informieren.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 30.Jun.2016 | 06:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen