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65. Ball des Segelclubs Eckernförde : Maritim – Tanzen unter Segeln

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

320 Gäste tanzten am Sonnabend in der Stadthalle bis weit in die Nacht hinein. Die Gäste lobten das Ambiente und die Dekoration.

Maritimer ging es nicht – die Dekoration mit aufgespannten Yachtsegeln beim diesjährigen Seglerball in der Stadthalle ließen die Gäste an ein schwankendes Deck, an im leichten Wind geblähtes Rahsegel und an gutes Segelwetter denken. Standen noch vor wenigen Tagen Stühle für die 600 Zuhörer der Einwohnerversammlung in der Stadthalle, hatte das Organisations- und Dekorationsteam des Segelclubs Eckernförde unter der Leitung von Kirsten Bülowius und Viola Blankenhagen das eher funktionelle Ambiente in einen Ballsaal mit gemütlichem Flair verwandelt. Die Tische wurden von zahlreichen silbernen Kerzenleuchtern beleuchtet und schufen eine elegante Atmosphäre. Mit 320 Besuchern war der 65. Seglerball ausverkauft. „Das war nicht immer so“, berichtete SCE- Kommodore Klaus Buß bei der Eröffnung aus früheren Zeiten, als die Teilnahme von Nichtseglern noch verpönt war.

Vieles hat sich seitdem gewandelt, der Seglerball hat sich in der Ostseestadt zu dem Ballereignis des Jahres entwickelt, bei dem von einer „Ballmüdigkeit“ mit schwindendem Interesse wie an vielen anderen Orten bis jetzt nichts zu spüren ist. „Wenn es auf der Tanzfläche mal zu eng wird, brüllen Sie einfach Raum“, empfahl Buß analog den üblichen Gepflogenheiten beim Regattasegeln, wenn es um das Wegerecht geht, und gab zusammen mit dem Vorsitzendem Werner Trapp die Tanzfläche frei. Abwechslungsreich war das Repertoire der Band „Prestige“ die von Walzer, über Boogie-Woogie, Liedern von Herbert Grönemeyer und Helene Fischer, Swing von Glenn Miller und nicht zuletzt mit Trompete und Louis Armstrongs Stimmlage sich wohltuend vom üblichen Disco-Fox-Einerlei abhob. Den Spaß merkte man den Tanzenden an und so mancher probierte das „Raum!“ aus, allerdings erst, nachdem es zum nicht immer vermeidbaren Rempler kam.

„Vorsicht Blitzer“ hieß es im Seitengang, denn dort konnte man sich vor einer Segelkulisse postieren und über einen Fußschalter das Selfie aus dem zum Verwechseln ähnlich sehenden „Starenkasten“ auslösen. Galt es zum einen, die vielleicht unendlichen Mühen vor dem Spiegel mit dem Liebsten in persönlicher Pose zu dokumentieren, waren zum anderen aber auch Spaßfotos möglich, für die ein ganzer Karton mit Perücken, überdimensionalen Brillen und anderen Utensilien zum Verkleiden bereit gestellt wurden. Viel bot sich dem Betrachter gerade bei der Damenwelt fürs Auge, ob raffinierter Ausschnitt im Kleid, perfektes Make up oder Frisur, die Mühen dafür zuvor waren inzwischen vergessen und wurde mit häufigen Komplimenten beiderlei Geschlechts bestätigt, zumal auch die Herren mit Smoking und Querbinder der dem Anlass gebotene Eleganz zollten. „Gelungen, toll“, war immer wieder von den Gästen zu hören und bestätigten damit dem 15-köpfigen Organisationsteam, dass es das richtige Motto getroffen hatte. Und so war es nicht verwunderlich, dass am Sonnabend in Eckernförde bis weit in die Nacht hinein getanzt wurde.


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