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Marode Ostmole : Marine-Millionen sollen nach Eckernförde fließen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Kompetenzgerangel ist beigelegt: 145 Millionen Euro sind für Sanierung im Marinestützpunkt Eckernförde vorgesehen. Priorität hat die marode Ostmole. Die Generalsanierung der Mole soll bereits in wenigen Wochen beginnen.

Eckernförde | Nach monatelangem Kompetenzgerangel hinter den Kulissen sind jetzt die Weichen für die Sanierung des Marinehafens einschließlich der löchrigen Ostmole sowie der Umsetzung der weiteren Investitionen in den Marinestützpunkt gestellt. Das klang am Rande der Kommandoübergabe und der Umstrukturierung beim 1. U-Bootgeschader an. Danach sollen bis 2019 rund 145 Millionen Euro in Sanierungsmaßnahmen und Neubauten im Stützpunkt fließen. Priorität habe demnach die Reparatur und Grundüberholung der unübersehbar maroden Ostmole, die im unteren Bereich aussieht wie ein Schweizer Käse und deren Fahrbahn gerissen und abgesackt ist. Aber auch die Mittelmole und die Schwimmbrücken sind stark sanierungsbedürftig. 35 Millionen Euro sind dafür in einem ersten Stepp vorgesehen.

Der Zwist um Zuständigkeiten ist nach monatelanger Abstimmungsphase damit entschieden. Verantwortlich für die Molensanierung ist das Land Schleswig-Holstein, genauer der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein. Jetzt sind die Kompetenzen zwischen Bund und Land geregelt – und das bereits bereitgestellte Geld kann endlich dorthin fließen, wo es dringend gebraucht wird. Die Generalsanierung der Ostmole soll bereits in wenigen Wochen beginnen und mit höchster Priorität vorangetrieben werden.

Die weiteren 110 Millionen Euro, die bis zum Ende des Jahrzehnts investiert werden sollen, sind hauptsächlich für die Sanierung und den Neubau von Unterkunftsgebäuden, Dienstgebäuden, Wirtschafts- und Betreuungsgebäuden, Sportanlagen, Außenanlagen und den technischen Bereich vorgesehen. Unter anderem sollen bis 2017 die 700 Mann der Marineschutzkräfte von der Preußerkaserne in den Stützpunkt umziehen. Das bedingt die rechtzeitige Fertigstellung der Quartiere und der notwendigen Infrastruktur.

Zuletzt hatte Bürgermeister Jörg Sibbel den überfälligen Beginn der umfassenden Sanierungsmaßnahmen im Marinestützpunkt beim Empfang zum 100-jährigen Bestehen der Bundeswehr in Eckernförde mit deutlichen Worten eingefordert. Der sichtbar marode Zustand vor allem der Molen hatte zwischenzeitliche sogar Gerüchte befördert, das nichts mehr investiert werde, weil die Schiffe und Einheiten verlegt werden sollten. Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr in Bonn ist diesen Gerüchten auf Anfrage der Eckernförder Zeitung entschieden entgegengetreten: „Der Standort Eckernförde ist stationierungssicher“, hieß es dort. „Die Marine investiert mittelfristig bis 2017 zirka 105 Millionen Euro, langfristig bis 2022 insgesamt zirka 145 Millionen Euro in den Marinestützpunkt Eckernförde.“

Dass die Investitionsmittel nun sogar schon bis 2019 fließen sollen, stört in Eckernförde wohl niemanden.


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erstellt am 31.Aug.2013 | 12:30 Uhr

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