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Neujahrsempfang : Marine: Der Hafen füllt sich wieder

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Standortälteste des Marinestützpunktes hat beim Neujahrsempfang der Bundeswehr vor rund 150 Gästen gesprochen. Unter anderem sollen die Molen wieder so weit repariert sein, dass sich der Kranzfelder Hafen ab nächster Woche wieder mit Schiffen füllt.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2014 | 06:42 Uhr

Eckernförde | Nicht ohne Stolz und Erleichterung konnte der Standortälteste des Marinestützpunktes, Fregattenkapitän Helmut-Christian Brodersen, beim Neujahrsempfang der Bundeswehr gestern die frohe Botschaft verkünden: „In der nächsten Woche füllt sich hier draußen wieder der Hafen.“ Die Arbeiten an der Wellenschutzwand sind soweit gediehen, dass wieder in Teilen das sichere Liegen von Schiffen und Booten auch im militärischen Teil des Kranzfelder Hafens möglich ist. „Damit wird auch äußerlich und für jeden sichtbar, dass die Bundeswehr und damit auch die Marine sich eben nicht scheibchenweise aus Eckernförde verabschiedet, wie dies mir gegenüber von manchem geäußert worden ist.“

Vor knapp einem Jahr war festgestellt worden, dass die Molen des Stützpunktes teilweise durchgerostet und die Fahrbahnen gerissen oder sogar abgesackt waren. Die Schiffe wurden deshalb in den westlichen Teil des Hafens, der zur Wehrtechnischen Dienststelle (WTD 71) gehört, verlegt worden. Im November dann begann die Notinstandsetzung der Wellenschutzwand. Nach Schätzung belaufen sich die Kosten dafür auf rund 1,3 Millionen Euro. Kleinigkeit, wenn man bedenkt, dass die Marine bis zum Jahr 2022 insgesamt 145 Millionen Euro in den Eckernförder Stützpunkt investieren will.

Zuvor hatte der Standortälteste vor rund 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kirche und gesellschaftlichem Leben einen kurzen Rückblick über die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2013 gegeben, von denen das 100-jährige Bestehen der Torpedoversuchsanstalt (TVA, heute Wehrtechnische Dienststelle WTD 71) hervorstach. Im Ausblick nannte er einen geplanten Tag der Information im zivilen Stadthafen und einen Tag der offenen Tür im Marinestützpunkt. Auch werde am 9. Juli wieder ein Benefizkonzert mit dem Marinemusikkorps Ostsee stattfinden, das allerdings einen anderen Namen tragen werde.

Brodersen hob die engen Beziehungen zwischen Marine und Gesellschaft hervor, die Bürgermeister Jörg Sibbel in seinem Grußwort aufnahm. Er schilderte die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Gesellschaft – und die Bundeswehr. Entsprechend lobte er die hohen Investitionen der Marine in den Stützpunkt. Sie seien ein Bekenntnis der Bundeswehr in die Zukunft des Standortes und den Erhalt der Arbeitsplätze in Eckernförde. Diese gute Nachricht gelte nicht nur für die Bundeswehr mit ihren Soldaten und zivilen Beschäftigten, sondern auch für die Stadt und ihre Bürger. „Die Marine ist seit August 1913 ein Teil der Stadt Eckernförde. Sie ist über diesen langen Zeitraum aber auch ein bedeutsamer Teil unserer Gemeinschaft geworden, den man sich nicht mehr wegdenken kann.“ Neben der wirtschaftlichen Bedeutung denke er vor allem an die menschlichen Verbindungen, die das Zusammenleben in allen Gruppen, Vereinen und Verbänden geprägt haben: „Soldaten und Zivilangestellte der Bundeswehr haben auf diese Weise seit über 100 Jahren zur Entwicklung unserer Stadt beigetragen und sich eingebracht.“

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